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Darum wurde Andreas Mika der neue GZO-Verwaltungsratspräsident

Der Sprecher der Aktionärsgemeinden erklärt im Interview, wie der Bewerbungsprozess lief und was ihn am meisten überrascht hat.

Andreas Mika ist der neue Mann an der Spitze des Verwaltungsrats der GZO AG. Das sagt Pascal Bassu (links) über ihn.

Fotos: Simon Grässle/Christian Merz

Darum wurde Andreas Mika der neue GZO-Verwaltungsratspräsident

Jetzt spricht Pascal Bassu

Der Wetziker Stadtpräsident und Sprecher der Aktionärsgemeinden erklärt im Interview, wie der Bewerbungsprozess lief und was ihn am meisten überrascht hat.

Pascal Bassu, Sie waren Teil der Findungskommission, die sich für Andreas Mika als neuen Verwaltungsratspräsidenten ausgesprochen hat. Wie lief der Rekrutierungsprozess?

Pascal Bassu, Wetziker Stadtpräsident (SP) und Sprecher der Aktionärsgemeinden: Wir sind im November mit einem Recruiterbüro zusammengekommen. Relativ schnell, Mitte Dezember, haben wir Andreas Mika, der als externer Berater für die Aktionärsgemeinden das Sanierungskonzept prüfte, angefragt, ob er sich vorstellen könnte, sich auf den Posten zu bewerben. Uns haben aber auch zahlreiche weitere Bewerbungen erreicht, sodass wir am Ende aus acht qualifizierten Personen für den Verwaltungsratspräsidenten auswählen konnten.

Warum fiel die Wahl auf Mika?

Wir sind der Meinung, dass er der Richtige ist, weil er dank seiner bisherigen Beratertätigkeit schon vieles kennt. Dazu gehören etwa Konzepte und Zahlen des Spitals. Als Ökonom bringt er den passenden Background mit, um das GZO vorwärtszubringen.

Nach welchen Kriterien wurde der restliche Verwaltungsrat besetzt?

Wir wollten qualifizierte Experten. Leute, die in der Vergangenheit kein Geschirr zerschlagen haben, oder die noch in schwelende Konflikte involviert sind. Bei der Findungskommission war das Zielbild Spitalverbund immer im Hintergrund verankert. Deshalb haben wir auch allen Beteiligten gesagt, dass sie sich darauf einstellen müssen, in drei bis vier Jahren nicht mehr an Bord zu sein, wenn der Spitalverbund Realität ist. Ein Regionalspitalverbund braucht nicht 20 Verwaltungsräte. Uns war es zudem wichtig, dass sich der neue Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung gut verstehen.

Was heisst das?

Spitaldirektor Hansjörg Herren wurde von uns früh in den Bewerbungsprozess eingebunden. Wir haben, als die Kandidatinnen und Kandidaten feststanden, alle Beteiligten einfach mal zusammenkommen lassen. Damit sie sich als Menschen erleben und kennenlernen können. Damit wollten wir das Risiko minimieren, ein Gremium zusammenzustellen, das sich nicht versteht.

Offenbar hatten über 100 Personen Interesse an einem Sitz im Verwaltungsrat. Wie überrascht waren Sie vom Ansturm?

Wir hatten nicht mit so vielen namhaften Bewerbungen gerechnet. In der Endauswahl für den Verwaltungsrat standen rund 30 Personen. Im Vorfeld hatten wir uns sogar damit auseinandergesetzt, was passieren würde, wenn sich überhaupt niemand beworben hätte. Dann hätten wir eine zweite Ausschreibung starten müssen. Letztlich haben wir nie damit gerechnet, dass alles so schnell gehen würde.

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