Spital Uster reduziert die Arbeitszeit für seine chirurgischen Assistenzärzte
Erstes Spital im Kanton
Ab 1. August arbeiten Assistenzärztinnen und -ärzte in der Chirurgie in Uster neu 46 Stunden. Der Berufsverband zeigt sich erfreut über die Umsetzung.
Zu hohe Arbeitsbelastung, ein «krankes System», zu kurze Ausbildungszeit: Diese Probleme für angehende und auszubildende Ärzte verortete der Wetziker Kantonsrat Benjamin Walder (Grüne). Er ist selber Unterassistenzarzt. Grund genug für den 25-Jährigen, im Kantonsrat eine parlamentarische Initiative einzureichen, deren Umsetzung jetzt bereits das erste Spital im Kanton Zürich angeht, das Spital Uster.
Die Rede ist von der sogenannten 42-plus-4-Stunden-Woche. In der Chirurgie des Spitals Uster wird die Arbeitszeit für Assistenzärztinnen und -ärzte bereits ab August gesenkt. Diese beträgt neu 42 Stunden für klinische Tätigkeiten, das heisst Dienstleistung rund um die Patientenbetreuung, und mindestens 4 Stunden für strukturierte Weiterbildung pro Woche.
Bisher betrug die Arbeitszeit 50 Wochenstunden, egal, ob es sich um Weiterbildungs- oder Dienstleistungszeit rund um die Patientenbetreuung handelte.

