Altersheim oder Wohnungen? Das könnte aus dem unfertigen Spital werden
Baustopp beim Spital Wetzikon
Die Zukunft des Spitalneubaus in Wetzikon ist ungewiss, und es stellt sich die Frage: Was tun mit einem zu 70 Prozent gebauten Spital? Eine Expertin für Umnutzungen kennt Antworten.
«Schon redet man von alternativen Nutzungen», titelte kürzlich das Branchenportal «Medinside» im Zusammenhang mit den schlechten Nachrichten vom Spital Wetzikon. Gemeint sind alternative Nutzungen für den unfertigen Spitalneubau, auf dessen Baustelle seit rund zwei Wochen alles stillsteht. Die Generalunternehmung Steiner AG hat den Vertrag mit der vom Konkurs bedrohten Gesundheitsversorgung Zürcher Oberland (GZO) gekündigt. Das Spital befindet sich seit Anfang Monat in einer provisorischen Nachlassstundung.
Die Gebäudehüllen des Neubaus sind zu 90 Prozent fertig. Im Inneren sind die Wände erstellt und die Haustechnik zu ungefähr 50 Prozent verlegt oder montiert. Was also tun mit einem Gebäude, das zu drei Vierteln fertig gebaut ist und als Spital vorgesehen wurde? Expertin und Pionierin für zirkuläres Bauen ist die Architektin Barbara Buser aus Basel. Sie sagt zum Spital Wetzikon: «Im besten Fall würde ein Privatspital den Bau übernehmen.»

