Bleibt das Bauprojekt ein ewiges Projekt?
GZO Spital Wetzikon
Das GZO Spital sucht nach Möglichkeiten, die Obligationenanleihe von 170 Millionen zurückzuzahlen. Doch auch wenn das gelingt, sind seine Probleme nicht gelöst.
Lassen wir den Streit zwischen dem GZO Spital Wetzikon und dem Totalunternehmer Steiner AG mal beiseite. Natürlich ist es ein Unterschied, ob das gesamte Bauprojekt mit zwei Neubauten und den Sanierungen der bestehenden Gebäude nun 225 Millionen Franken (Standpunkt GZO) oder 340 Millionen Franken (Standpunkt Steiner) kosten wird.
Aber ganz unabhängig vom Preisschild lässt sich jetzt schon festhalten: Aus eigener Kraft wird das GZO Spital Wetzikon das Bauprojekt nicht stemmen können.
2014 hatte das Spital mit einer Obligationenanleihe 170 Millionen Franken Fremdkapital aufgenommen. Die Anleihe läuft am 12. Juni 2024 aus und ist der Grund, warum sich die GZO AG seit Anfang Mai in Nachlassstundung befindet. Diese provisorische Nachlassstundung schützt das Spital vor seinen Gläubigern. Sie dauert vier Monate und kann bei Bedarf um weitere vier Monate verlängert werden.

