Gesundheitsdirektorin Rickli: «Wir wurden überrascht»
Kritik am GZO Spital Wetzikon
Es sei nicht klar gewesen, wie gross der Finanzbedarf beim Spital Wetzikon ist, sagt Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli (SVP). Gleichzeitig hofft sie auf eine Lösung der Probleme.
Frau Rickli, 180 Millionen Franken. So viel Geld braucht das GZO Spital Wetzikon, um die im Juni fällige Refinanzierung einer Obligationenanleihe zu decken. Wie überrascht waren Sie vom Gesuch des Spitals Wetzikon um finanzielle Unterstützung?
Natalie Rickli: Die Kurzfristigkeit und die Grössenordnung waren überraschend. Der Gesundheitsdirektion war nicht bewusst, wie dringend der Finanzbedarf beim Spital Wetzikon ist. Ich anerkenne aber, dass die Verantwortlichen viel unternommen haben, um eine Lösung zu finden. Letztlich sind die Voraussetzungen aber sehr strikt, wenn es darum geht, ob und wie der Kanton in finanzielle Schwierigkeiten geratene Spitäler mit Steuergeldern unterstützen kann. Beim Spital Wetzikon waren diese Voraussetzungen nicht gegeben.
In der Vergangenheit erhielt das Spital Wetzikon jeweils den Leistungsauftrag des Kantons – im Gegensatz zum Spital Uster – ohne Auflagen. Hat man nicht genau genug hingeschaut?
