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Corona-Zahlen steigen – in den Heimen bleibt man gelassen

Die Spitäler Uster und Wetzikon wappnen sich mit Maskenpflicht gegen Covid. Was machen die Alters- und Pflegeheime der Region?

Die Covid-Zahlen in der Schweiz steigen.

Foto: Pixabay

Corona-Zahlen steigen – in den Heimen bleibt man gelassen

Erkältungswelle

In den Spitälern Uster und Wetzikon gilt seit zwei Wochen wieder eine teilweise Maskenpflicht. In den Alters- und Pflegeheimen der Region aber grossmehrheitlich nicht.

Der Trend ist klar. Die Nachweise der sogenannten respiratorischen Viren, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) im Wochenrhythmus publiziert, steigen seit Anfang November stark an. Respiratorische Viren verursachen Infektionen der Atemwege und können in verschiedenen Varianten auftreten, auch die übliche Grippe gehört in diese Kategorie.

Und noch etwas fällt auf: Bei den allermeisten dieser Nachweise handelt es sich um SARS-CoV-2, also um das Coronavirus. Wie viele Corona-Fälle es derzeit gibt, weiss niemand. Die Menschen schniefen, husten und schnäuzen – oft lassen sie sich aber nicht testen und verzichten auf den Gang zum Arzt.

Die beiden Spitäler in der Region haben auf die Welle an viralen Infekten schon vor zwei Wochen reagiert und ihre Massnahmen verschärft: Im Spital Uster gilt seit dem 29. November wieder eine Maskenpflicht für Besucherinnen und Besucher. Wer Symptome hat, der soll auf einen Besuch verzichten. In Wetzikon gilt für Mitarbeitende, Patienten und Besuchende eine Maskenpflicht, sobald sie in direktem Kontakt mit anderen Personen stehen.

Doch nicht nur in den Krankenhäusern liegen vulnerable Personen, auch in Alters- und Pflegeinstitutionen und in Wohnheimen gibt es Menschen, die eines besonderen Schutzes bedürfen.

Die Mehrheit ist entspannt

Eine Umfrage unter verschiedenen Heimen in der Region zeichnet ein entspanntes Bild: Im Alters- und Pflegeheim Bruggwiesen in Effretikon mit 164 Plätzen beispielsweise gibt es keine Maskenpflicht. «Aber Besuchende mit Symptomen werden gebeten, Masken zu tragen», sagt Geschäftsführer Christoph Bächtold. Bezüglich Covid sei Flexibilität gefragt: «Bei grösseren Problemen können wir die Regeln rasch ändern.»

Sehr ähnlich präsentiert sich die Lage im Alters- und Pflegeheim Grüneck in Ottikon bei Gossau. Keine Massnahmen, aber Maskenpflicht für Besuchende, die erkältet sind oder sonstige Symptome aufweisen. Zoran Ujfalusi, Leiter des Pflegediensts: «Wir haben unsere Mitarbeitenden sensibilisiert, darauf zu achten und Besucherinnen und Besucher mit Symptomen aufmerksam zu machen.»

Ebenfalls keine Maskenpflicht für die Bewohner und für Besucher gibt es im Zentrum Sunnegarte in Bubikon. «Aber wir haben an den Eingängen sowohl Masken als auch Handdesinfektionsspender platziert», sagt Peter Grossholz, Vorsitzender der Geschäftsleitung. «Wenn Mitarbeitende erkältet sind, tragen sie eine Maske. Und wenn sie krank sind, bleiben sie zu Hause.» Entsprechend habe man auch die Angehörigen informiert.

Auch in den Wohnstätten für Menschen mit Handicaps herrscht «Courant normal», beispielsweise im Wetziker Sozialunternehmen Iwaz. Harry Singh, Bereichsleiter Wohnen: «Klar, wenn jemand aus dem Pflegeteam erkältet ist, dann wird als Vorsichtsmassnahme eine Maske getragen.» Aber sonst gibt es im Iwaz keine Massnahmen.

Eine Flasche mit Handdesinfektion und ein Mund-Nasen-Schutz.
In den meisten Alters- und Pflegeheimen der Region gilt keine Maskenpflicht, aber die Hygieneregeln werden eingehalten.

Strenge Bäretswiler

Strenger ist man in den Pflegewohnungen Bäretswil. Dort gilt seit zwei Wochen eine Maskenpflicht für die Mitarbeitenden, nicht aber für Besucherinnen und Besucher. «Wir analysieren die Situation laufend und überprüfen die Massnahmen», sagt Diana Sauter, stellvertretende Teamleitern. «Ich gehe nicht davon aus, dass wir den ganzen Winter über eine Maske tragen.»

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