Spital Uster lagert komplizierte Krebsoperationen nach Zürich aus
Kooperation mit Klinik Hirslanden
Die Zusammenarbeit mit der Zürcher Hirslanden-Klinik wird konkreter. Hoch spezialisierte Eingriffe am Enddarm werden künftig nicht mehr in Uster durchgeführt.
Im März haben das Spital Uster und die Zürcher Klinik Hirslanden eine engere Zusammenarbeit angekündigt. Die medizinische Grundversorgung sollte weiterhin in Uster gewährleistet werden, komplexere und seltene Eingriffe sollten jedoch künftig in Zürich durchgeführt werden.
Nun wird diese Kooperation in einem ersten Fachgebiet konkreter, wie die Spitäler in einer gemeinsamen Mitteilung ankündigen. Krebsoperationen am Enddarm werden seit Ende September von Ustermer Chirurgen in der Klinik Hirslanden durchgeführt.
Durch die Auslagerung wolle das Spital Uster auf die Erfahrung des Teams in Zürich zurückgreifen, heisst es. Dort sind solche Eingriffe häufiger. Eine erste Operation habe entsprechend der neuen Praxis bereits in der Klinik Hirslanden stattgefunden.
Nachbehandlung weiterhin in Uster
Die Diagnose bei Darmerkrankungen soll weiterhin in Uster erfolgen. Auch weitere Behandlungen wie medikamentöse Therapien oder eine Chemotherapie sind weiterhin im Ustermer Spital möglich. Gleiches gilt für Nachbehandlungen und Nachfolgeuntersuchungen nach einer Operation.
Die Spitäler sehen deshalb auch keinen Leistungsabbau durch die neu in Zürich durchgeführten Eingriffe. Ausserdem folge die Kooperation dem Anliegen der Gesundheitsdirektorenkonferenz, hoch spezialisierte Eingriffe künftig an wenigen Standorten zu konzentrieren.
«Dank der Zusammenarbeit mit der Klinik Hirslanden können wir unsere Patientinnen und Patienten weiterhin wohnortnah behandeln und ihnen eine hoch spezialisierte Medizin aus einer Hand bieten», lässt sich Andreas Greulich, CEO des Spitals Uster, zitieren.
Andere Darmoperationen wie etwa am Dickdarm werden am Spital Uster häufiger durchgeführt. Dies soll auch weiterhin so bleiben.
