Greifensee will Aktienkapital moderat erhöhen
Spital Uster
Um 40 Millionen Franken will das Spital Uster sein Eigenkapital erhöhen. Die Gemeinde Greifensee zieht nur mit angezogener Handbremse mit.
Das Spital Uster braucht Geld. Aus dem Jahresergebnis 2022 resultierte ein Minus von 5,2 Millionen Franken. Deshalb sind nun die Aktionärsgemeinden gefragt. Bis zu 40 Millionen Franken sollen sie einschiessen, um das Aktienkapital zu erhöhen.
Bereits kurz nach Bekanntwerden des negativen Ergebnisses kündigte die Stadt Uster an, sich mit maximal 20 Millionen Franken an der Kapitalerhöhung beteiligen zu wollen. Sie ist die bedeutendste Aktionärin des Spitals. Mitte dieser Woche wurde bekannt, dass die Ustermer Stimmbevölkerung wohl im März 2024 über die Vorlage befinden kann.
Zurückhaltender äusserten sich zunächst die neun weiteren Aktionärsgemeinden. Der Gemeinderat von Greifensee spricht sich nun zwar für eine Beteiligung aus, diese fällt aber geringer aus als beantragt. Dies geht aus einer Mitteilung der Gemeinde hervor.
Vorlage kommt vor die Gemeindeversammlung
Mit rund 2,9 Millionen Franken hätte sich die Gemeinde Greifensee an der Aktienkapitalerhöhung beteiligen müssen, um ihrem prozentualen Anteil zu entsprechen. Der Gemeinderat sprach sich nun aber dafür aus, die Beteiligung lediglich um 546’000 Franken zu erhöhen.
Die Gemeinde spricht von einer sorgfältigen Abwägung. Einerseits möchte sie sich solidarisch zeigen und die nötige Aktienkapitalerhöhung mittragen. «Zum anderen trägt Greifensee im Vergleich aller zehn beteiligten Gemeinden einen überproportionalen Pro-Kopf-Anteil und ist somit überdurchschnittlich stark an der Spital Uster AG beteiligt», heisst es in der Mitteilung.
Der Entscheid der Gemeinde Greifensee als bisher drittgrösster Aktionärin dürfte voraussichtlich ein rund 2,3 Millionen Franken grosses Loch in die beantragte Aktienkapitalerhöhung des Spitals reissen. Die Greifenseer Stimmbevölkerung wird am 29. November an der Gemeindeversammlung über die Vorlage befinden.
