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Spital Uster entlässt bis zu 25 Mitarbeitende

Das Krankenhaus kommt nicht zur Ruhe - aber ein Bereich bleibt vom Abbau verschont.

Das Spital Uster kündigt einen Stellenabbau an. (Archiv)

Foto: Markus Zürcher

Spital Uster entlässt bis zu 25 Mitarbeitende

Wegen Patientenrückgang

CEO Andreas Greulich kündigt in einem internen Schreiben einen Personalabbau an. Betroffen sind fast alle Bereiche.

Das Spital Uster schnallt den Gürtel enger. 20 bis 25 Stellen werden abgebaut. Dies teilte CEO Andreas Greulich der Belegschaft in einem Schreiben mit. Als weitere Massnahme verhängt das Spital einen Einstellungsstopp. «Momentan erreichen wir das geplante Budget nicht ganz», erklärt Greulich am Telefon.

In der ersten Jahreshälfte seien die Patientenzahlen vor allem im stationären Bereich im Vergleich zum Vorjahr markant zurückgegangen. Ausserdem sei der Personalbestand in Uster höher als in anderen Regionalspitälern, so Greulich.

Der Schritt erfolgt einigermassen überraschend, machten doch in jüngster Vergangenheit eher ein Fachkräftemangel in der Gesundheitsbranche sowie Kündigungen durch überlastete Pflegekräfte Schlagzeilen.

Kein Leistungsabbau

Greulich betont denn auch, dass die Pflege vom geplanten Stellenabbau nicht betroffen ist. Ausserdem sollen nicht nur Kündigungen, sondern auch Pensumsreduktionen erfolgen. Im Fokus stehen dabei der Administrativ- und der Servicebereich. Auch medizinische Stellen sind in kleinerem Umfang betroffen. Einen Leistungsabbau schliesst Greulich kategorisch aus. «Wir bauen nur dort ab, wo wir personell stärker aufgestellt sind als andere.»

Aufgrund der sinkenden Fallzahlen im stationären Bereich habe man jetzt reagieren müssen, sagt Greulich. Der Trend zu ambulanten Behandlungen halte an. Herausfordernd seien zudem die starken Schwankungen von stationären Patientinnen und Patienten seit der Corona-Pandemie.

Turbulenzen in der Vergangenheit

Das Spital Uster kommt damit nicht zur Ruhe. Erst im vergangenen Herbst wurde es vom Kanton definitiv auf die Spitalliste gesetzt, nachdem es zuvor nur einen provisorischen Leistungsauftrag erhalten hatte. Im April folgte dann die Bekanntgabe eines negativen Jahresabschlusses von 5,2 Millionen Franken – dies, obwohl das Betriebsergebnis eigentlich positiv ausgefallen war und sich die Fallzahlen ebenfalls positiv entwickelt hatten. Verantwortlich für das Minus waren Abschreibungen aus den gescheiterten Umbauplänen.

Die definitive Zusage an Uster für die Spitalliste hatte die Gesundheitsdirektion im vergangenen September an drei Auflagen geknüpft: Das Spital muss die Fallkosten reduzieren, eine Ebitda-Marge, also einen Gewinn aus dem Kerngeschäft, von acht Prozent erreichen sowie das Eigenkapital erhöhen. Und zwar bis zum 31. Mai 2025.

Weitere Sparmassnahmen nötig

Die Fallkosten konnte das Spital Uster in jüngster Vergangenheit bereits senken. Trotzdem sei man noch nicht am Ziel, weshalb aufgrund der aktuellen Entwicklungen nun einschneidendere Massnahmen erfolgten. «Es ist ein schrittweises Vorgehen», erklärt Andreas Greulich, «abgestimmt auf den Businessplan.»

Diesen Plan würden auch die Aktionärsgemeinden kennen, die über die Kapitalerhöhung entscheiden müssten. Greulich erwartet deshalb keine negativen Reaktionen auf den angekündigten Personalabbau.

Auch in anderen Bereichen will das Spital Uster künftig Kosten reduzieren. Dazu gehören Energiesparmassnahmen sowie eine flexiblere Gestaltung der Bettenzahl.

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