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Die wichtigsten Fakten zur halluzinogenen Droge

3 Fragen und 3 Antworten zu Psilocybin. Einer Droge, die auch in Wetzikon von einem Psychiater eingesetzt wird.

«Magic Mushrooms»: In einigen Pilzen ist der Wirkstoff Psilocybin enthalten. Die Substanz hat eine berauschende Wirkung, ähnlich der eines LSD-Trips.

Symbolbild: Pixabay

Die wichtigsten Fakten zur halluzinogenen Droge

Zauberpilz im Fokus

Psilocybin kann das Bewusstsein verändern und erweitern. Deshalb wird die Droge auch medizinisch eingesetzt.

Wo kommt die Droge vor?

Psilocybin ist ein halluzinogenes Pilzgift, das in verschiedenen Pilzsorten vorkommt. So auch im Spitzkegeligen Kahlkopf, der hierzulande in Gebieten auf 1000 bis 1300 Metern über Meer im Spätsommer und Frühherbst wächst.

Verbreitungsgebiete sind das Zürcher Oberland, das Napfgebiet, das Berner Oberland oder weite Teile des Juras. Im Tösstal wächst der Pilz gemäss Untersuchungen vor Ort beispielsweise auf Wiesen im Gebiet der Höchhand oberhalb von Wald.


Lesen Sie hier, wie in Wetzikon Depressive mit Psilocybin behandelt werden.


Der hiesige Psilocybin-Pilz ist im Vergleich zu anderen europäischen Arten sehr potent. In der Schweiz wurden über 2 Prozent Psilocybin-Gehalt in der Trockenmasse festgestellt.

Gemäss einschlägigen Internet-Ratgebern enthält 1 Gramm getrockneter hiesiger Pilz rund 10 Milligramm Psilocybin. Der Wirkstoff kann in einem Pilz sehr viel höher und in einem anderen Pilz viel niedriger dosiert sein.

Wie ist die Rechtslage?

Unter dem Begriff Magic Mushrooms, zu Deutsch Zauberpilze, werden Pilze mit Psilocybin wegen ihrer berauschenden Wirkung auch als Drogen konsumiert.

Seit dem 1. Januar 2002 sind im Schweizer Handel Erwerb, Besitz und Konsum von halluzinogenen Pilzen der Gattungen Psilocybe (Kahlköpfe), Conocybe (Samthäubchen) und Panaeolus (Düngerlinge) verboten.

Wer zuwiderhandelt, hat mit einer Verzeigung im Rahmen des Betäubungsmittelgesetzes zu rechnen.

Für den therapeutischen Gebrauch von Psilocybin braucht es eine Ausnahmebewilligung vom Bundesamt für Gesundheit (BAG).


Lesen Sie hier den Erfahrungsbericht einer Patientin.


Was wird medizinisch mit der Droge gemacht?

Psilocybin kann für die therapeutische Anwendung bei Matthias Liechti vom Departement klinische Forschung an der Universität Basel bezogen werden. «Psilocybin-Kapseln können von Ärzten mit einer Ausnahmebewilligung des BAG über mich bezogen werden», bestätigt der Forschungsleiter.

Der Stoff wird synthetisch hergestellt, und der Wirkungsgrad ist vorgegeben und überprüfbar. Pro Sitzung werden gemäss Therapeuten 20 bis 30 Milligramm Psilocybin verabreicht.

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