«Ou, ist der Kriegsfall ausgebrochen?», fragt scherzend ein älterer Patient beim Haupteingang vom GZO Spital Wetzikon am Dienstagmorgen. Eben sind die Soldaten Oliver Branny und Ivan Schwitter im «Tenü C» – der typischen Outdoor-Militärbekleidung – für ihren Einsatz eingerückt. Während dieser Woche trainieren sie wie 40 Angehörige vom Spitalbataillon 75 (Spit Bat 75) im Wiederholungskurs (WK) den Ereignisfall.
«Bis jetzt sind wir zufrieden, es läuft alles nach Plan.»
Fabian Streuli, Zugführer
Das Spit Bat 75 setzt sich aus rund 300 Angehörigen der Armee zusammen und unterstützt in Ereignisfällen das zivile Gesundheitswesen. Die Soldaten sind ausgebildet, einfache Pflegearbeiten, die sogenannte «low level care», zu übernehmen. Weiter könnte das Bataillon ein Militärspital betreiben oder improvisierte Standorte für Impfungen oder Pflege einrichten.
Koordiniert ist der Einsatz vom Batallionsstab, eine Stabskompanie ist für den Support der beiden Spitalkompanie zuständig. «Bis jetzt sind wir zufrieden, es läuft alles nach Plan», sagt Zugführer Fabian Streuli. Ziel der «zivil-militärischen Übung», wie es im Fachjargon heisst, ist es, für den Ereignisfall die Zusammenarbeit mit den Spitälern zu üben.

