Letztes Aufleuchten der Natur
Monatswetter Oktober
Auch der Oktober war zu warm. Und jetzt steht wettermässig eine gewisse Langeweile an. Die Ursache ist unüblich.
Der Oktober startete so, wie der September aufgehört hatte – spätsommerlich. Die erste Woche war warm, wie man es sonst eher von Anfang September kennt, mit Höchsttemperaturen von deutlich über 20 Grad. Das änderte sich, als am 8. Oktober eine Kaltfront die Region beehrte und fast den ganzen Tag über für Regenwetter sorgte – etwas, was es zuvor während Wochen nicht mehr gegeben hatte. Danach präsentierte sich das Wetter wieder meist freundlich, aber etwas weniger warm.
Über alles betrachtet bot auch der Oktober ein Temperaturniveau, das über dem langjährigen Oktobermittel liegt. Laut dem Wetterdienst Meteonews war es landesweit rund 1,5 Grad zu warm. Zwei Wetterereignisse sind besonders erwähnenswert. Zum einen bewegte sich just zum Herbstferienende am 17. Oktober ein Höhentief auf unüblicher Zugbahn von Dänemark nach Frankreich – mit einer Kaltfront im Schlepptau, die dann im Mittelland mangels Wind steckenblieb. Das führte in der Region zu einem regnerischen Samstag mit tiefliegenden Wolken, derweil nur wenig östlich davon in Graubünden prächtiges und warmes Herbstwetter herrschte.
Richtig ab in der Wetterküche ging es zum anderen am Freitag, 23. Oktober, und am Sonntag, 25. Oktober. Dann fegten die ersten zwei Herbststürme über die Region, verursacht von Orkantiefs, die vom Atlantik her kommend über Schottland nach Dänemark zogen. Anschliessend wechselten sich Zwischenhochphasen und Störungen ab. Es herrschte das typische Westwindwetter, wie es in der zweiten Oktoberhälfte und im November häufig vorkommt.
