Hirsche sterben oberhalb von Wald, weil sie sich in einem Zaun verhedderten
Keine Konsequenzen für Zaunbesitzer
Ein aktueller Fall zeigt, wie gefährlich landwirtschaftliche Zäune für Wildtiere sein können. Zwei Hirsche mussten vom Wildhüter erlöst werden, nachdem sie sich in einem Zaun verfangen hatten.
Es sind unschöne Bilder, die derzeit in den sozialen Medien kursieren. Zu sehen sind zwei tote Hirsche im Wald, die sich in einem Drahtzaun verheddert haben. Der Draht hält ihre Geweihe und Körper gnadenlos umschlungen. «Es bricht einem das Herz …», schreibt der Verfasser einer Instagram-Story dazu. Auf dem nächsten Bild, das in einem Raum aufgenommen wurde, sind die abgetrennten Köpfe der beiden Hirsche zu sehen.
Ein Geweih ist immer noch mit Draht umwickelt. Der Verfasser schreibt dazu: «Leute, schaut auf eure Zäune! So was ist unnötig und grausam.»
Doch was steckt hinter den Bildern, die laut einem Leser aus dem Zürcher Oberland stammen? Reto Muggler, Co-Leiter der kantonalen Fischerei- und Jagdverwaltung, sagt auf Anfrage: «Ja, der Fall ist uns bekannt. Er ereignete sich in einem kantonalen Pflanzen- und Wildschutzgebiet.» Genauer gesagt im Gebiet Scheidegg oberhalb von Wald.
