Igelstation Kollbrunn wird für ihr Engagement ausgezeichnet
«Goldener Fressnapf» und 5000 Franken
Stachelige Bewohner, goldene Ehre: Die Igelstation Kollbrunn erhält den «Goldenen Fressnapf» samt 5000 Franken. 370 Igel hat das Team allein 2025 aufgenommen und gepflegt.
Seine Pfötchen sind klein, das Näschen ist zuckersüss, das Äussere piekst, und er kugelt sich zusammen, wenn man ihm zu nahe kommt: der Igel. Wer ihm trotz solch starker Abwehrhaltung sehr nahe kommen darf, sind die Mitarbeitenden der Igelstation Kollbrunn. Sie retten, pflegen und schützen verletzte Igel und päppeln sie wieder auf.
Dafür wird die Station nun von Fressnapf ausgezeichnet; die Igelstation erhält den «Tierisch engagiert»-Award «Goldener Fressnapf» sowie eine finanzielle Unterstützung von 5000 Franken. Mit dieser Auszeichnung möchte Fressnapf die Menschen hinter den Projekten sichtbar machen und in den Mittelpunkt rücken.
Hilfe für bedrohte Stacheltiere
Die Igelstation Kollbrunn setzt sich seit 2022 für die Igel ein. Die Zahl der hilfsbedürftigen Tiere steige stetig an, heisst es in einer Medienmitteilung: Allein 2025 wurden 370 Igel aufgenommen, besonders häufig aufgrund von starkem Parasitenbefall oder schweren Verletzungen.
Dank der fachkundigen und intensiven Betreuung konnten bereits 242 Tiere wieder in die Freiheit entlassen werden. Zu den besonderen Erfolgsgeschichten des vergangenen Jahrs zählt ein geschwächtes Igelweibchen, das kurz nach seiner Aufnahme sieben gesunde Babys zur Welt brachte. Alle Jungtiere konnten später gemeinsam mit ihrer Mutter ausgewildert werden.
Neben der Versorgung der Tiere engagiert sich die Igelstation intensiv in der Umweltbildung. Mit Schulbesuchen, Führungen und Informationsständen sensibilisiert das Team Kinder und Erwachsene für die Bedürfnisse der Igel und zeigt, wie naturnahe Gärten zu ihrem Schutz beitragen können. Denn schrumpfende Lebensräume, Insektenschwund, Strassenverkehr und ungeeignete Gartengeräte stellen für die Wildtiere zunehmend eine Gefahr dar.
Bis zum 10. Mai konnten sich Tierschutzprojekte für den Award bewerben. Eine Fachjury entschied dann, welche Projekte den «Tierisch engagiert»-Award erhalten. Die Jury bestand aus Susy Utzinger, der Gründerin und Geschäftsführerin der gleichnamigen Stiftung für Tierschutz, und Mike Podobrin, dem Geschäftsführer von Fressnapf Schweiz. (tas)

