Erst schminken, dann schunkeln: So feiert Uster sein Oktoberfest
Sitzbänke werden zur Tanzfläche
Warum lässt sich ein Bräutigam am Oktoberfest schminken? Und was passiert, wenn eine deutsche Band «Mon Amour» auf Schweizerdeutsch spielt? Ein Streifzug durch das Oktoberfest in Uster.
Uster ist voll. Massenhaft strömen die Leute am Samstagnachmittag vom Bahnhof in Richtung Landihalle. Und sie alle sind passend gekleidet: Lederhosen, Karohemden, Dirndl in Rot, Blau und Grün. Dazu Zöpfe, Haarkränze und Hosenträger mit Edelweissemblemen. Neun von zehn haben sich in Tracht geworfen, und wer es nicht getan hat, fällt sofort auf.
In der Halle füllt sich kurz vor 18 Uhr die Theke, die ersten grossen Krüge wandern über den Tresen. An den Tischen und an der Bar wird erzählt, geredet, gelacht. Geschunkelt wird nicht, und auch die Sitzbänke werden als solche genutzt – zumindest jetzt noch.

