«Der grösste Fehler in unserer Verfassung: Man hat die Pilze vergessen»
Auf Pilzwanderung mit einer Nationalrätin
Eigentlich sollten die Pilze im Wald aktuell aus dem Boden schiessen – doch wegen der anhaltenden Trockenheit ist das Gegenteil der Fall. Marionna Schlatter zeigt, was trotzdem noch wächst.
Noch ist es kühl an diesem Morgen Ende September, als wir Nationalrätin Marionna Schlatter am Waldrand von Hinwil treffen. Als sie so aus dem Wald tritt, in grüner Wolljacke und mit einem Weidenkörbli, das ihr um die Schulter hängt, hat sie fast etwas von Rotkäppchen. «Solche Termine sind mir die liebsten», sagt sie mit einem Strahlen im Gesicht.
Denn heute stehen für die grüne Politikerin keine langatmigen Bundeshaus-Debatten auf der Tagesordnung, sondern eine Pilzwanderung durch den Hinwiler Wald. Da sie vor dem Treffen ein wenig durchs Unterholz gestreift ist, befinden sich in ihrem Körbli schon ein paar Pilze.
«Eigentlich ist jetzt, Mitte, Ende September, die Hauptsaison im Oberland», konstatiert die ausgebildete Pilzkontrolleurin. «Doch im Wald selbst hat es nur sehr, sehr wenige.» Dies nicht zuletzt wegen der Trockenheit, die, anders als viele gehofft hatten, mit Herbstbeginn nicht einfach ihr Ende gefunden hat.
