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Gesellschaft

Vom Schiessverein zum Jahrhundertchor

Gibt seit 100 Jahren den Ton an: Der Gemischte Chor Lipperschwendi

Nachwuchsprobleme, Überalterung und Überangebot zum Trotz: Der Gemischte Chor Lipperschwendi in Bauma feiert sein 100-jähriges Bestehen. Mehr als die Hälfte dieser Zeit singt Marty Rebsamen schon mit.

Gibt seit 100 Jahren den Ton an: Der Gemischte Chor Lipperschwendi

Vom Schiessverein zum Jahrhundertchor

Nachwuchsprobleme, Überalterung und Überangebot zum Trotz: Der Gemischte Chor Lipperschwendi in Bauma feiert sein 100-jähriges Bestehen. Mehr als die Hälfte dieser Zeit singt Marty Rebsamen schon mit.

100 Jahre ist ein stattliches Alter. Nicht nur für einen Menschen, auch für einen Verein. Gerade in der heutigen Zeit, in welcher viele Vereine mit Mitgliederschwund, Überalterung oder Nachwuchsproblemen kämpfen. All diese Stichworte sind dem Gemischten Chor Lipperschwendi in Bauma ebenfalls nicht fremd. Und doch hat er es geschafft, 100 Jahre zu bestehen.

Mehr als die Hälfte dieser Zeit, nämlich bald 58 Jahre schon, ist Marty Rebsamen Mitglied dieses Chors. Als junge Frau ist sie der Liebe wegen aus dem aargauischen Fricktal nach Bauma gezogen. Ihre Nachbarin habe sie dazu motiviert, dem Chor beizutreten. Die heute 85-Jährige hatte schon immer Freude am Singen. «In Möhlin war ich schon einige Jahre im Kirchenchor, bevor ich in die Fremde ging», erzählt sie. Der Gemischte Chor Lipperschwendi wurde für sie damit auch zu einer Art Integrationsmassnahme.

Dass diese sehr gut funktioniert hat, überrascht nicht, wenn man das Leitbild des Chors kennt: «Singen der Volks- und Heimatlieder, aber auch Pflege der Freundschaft und geselliges Beisammensein.» Insbesondere der zweite Teil habe in 100 Jahren nicht an Bedeutung verloren, sagt Vereinspräsidentin Silvia Kanabé. «Das Liedrepertoire hat sich etwas geändert», meint sie lachend. Zwar sänge der Chor noch immer traditionelle Lieder, in der Zwischenzeit seien aber auch moderne Stücke dazugekommen. «Seien wir ehrlich, würden wir nur Heimatlieder singen, hätten wir keine Mitglieder mehr – und wohl auch keine Zuhörer.»

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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