«Kann ich hier durchfahren?»
Am Bahnhof Stettbach gibts eine neue Brücke für Fussgänger und Velofahrer mit Treppe und Lift zum Perron. Ein Bub wollte die Verbindung gleich mit dem Fahrrad testen – und wurde enttäuscht.
Am Mittwochnachmittag haben der Dübendorfer Tiefbauvorstand Roger Gallati (FDP) und die Zürcher Stadträtin Simone Brander (SP) die neue Passerelle beim Bahnhof Stettbach eingeweiht. Kaum hatten sie das rote Band durchschnitten, stand auch schon ein kleiner Bub mit dem Velo bereit. «Kann ich hier durchfahren?», fragte er.
Gallati musste ihn vertrösten. Mit dem Bau gibt es nun zwar eine direkte Fussverbindung vom Quartier Hochbord zum Mittelperron des Bahnhofs, doch die Brücke bleibt auf der anderen Seite noch bis in den Oktober hinein wegen abschliessender Bauarbeiten gesperrt.
Somit ist die durchgehende Fuss- und Veloverbindung zwischen dem Hochbord und dem Quartier Mattenhof in Zürich erst dann freigegeben. Gallati beleuchtete die Verknüpfung der beiden Gebiete in seiner Rede: «Damit wird effektiv verbunden, was städtebaulich zusammengehört.»




Gleichzeitig zum Übergang erhält der Bahnhof Stettbach am nördlichen Ende einen zusätzlichen Zugang zum Mittelperron, der über eine Treppe oder mit einem Lift erreicht werden kann. Bis Ende November sollen zudem noch zwei Velostationen zur neuen Verbindung gebaut sein, wo rund 120 Fahrräder abgestellt werden können.
Die Passerelle wurde von den SBB in Zusammenarbeit mit den Städten Dübendorf und Zürich realisiert. Die Projektkosten betragen rund 9 Millionen Franken und werden von der Bahn sowie den beiden Städten finanziert. Wobei der Anteil von Dübendorf 1,2 Millionen Franken beträgt.
Noch während die Projektverantwortlichen und Behördenvertreter an der Passerelle Fachgespräche führten, nutzte eine junge Frau mit Kinderwagen und Baby bereits den neuen Lift, um aufs Perron zu gelangen. Sie war offensichtlich happy über die neue Abkürzung und stieg kurz darauf in die S-Bahn.

