Von Lokalkrimi bis Hirschzucht: So ähnlich sind sich Zell und Zell
Im achten und letzten Teil unserer Serie reisen wir nach Zell im Luzerner Hinterland, ein Dorf ohne Vorstadtallüren. Trotz überschaubarer Grösse gibt es hier viel zu entdecken – zum Beispiel eine Märtgass, die keine ist.
Wer Bekanntschaft mit der Gemeinde Zell im Tösstal macht, kommt am ikonischen Wappen mit der Schnecke auf grünem Grund nicht vorbei: Das «Wappenweichtier» ist gleichzeitig Identifikationsfigur und Kontrastprogramm zum zeitweise starken Wachstum der Gemeinde.
Im Ortsnamen-Zwilling von Zell – «Zäu» im Luzerner Hinterland – ist das anders. Das Wappen, eine Bischofsmütze auf rotem Grund, muss man im Dorf regelrecht suchen.

Dort angekommen, tingeln Schulkinder auf dem Weg in die Mittagspause durchs Zentrum. Der Slogan der Gemeinde, «Lebensraum für Jung + Alt», er stimmt offenkundig. An jungen Leuten scheint es hier nicht zu mangeln. Das passt, denn während das zürcherische Zell bereits 741 als «Cella» urkundlich erwähnt wurde, reicht die Geschichte von Zell LU «nur» bis ins Jahr 965 zurück. Auch die Kirche in der Zürcher Gemeinde ist älter, wenngleich nicht so ein Prunkbau wie die Pfarrkirche St. Martin. Doch bleiben wir in der Gegenwart.

