Gesellschaft

Ärger in Schwerzenbach

Schwerzenbacher müssen zwei Monate ohne Post auskommen

Die Postagentur im VOI im Chimlimärt schliesst Ende Woche. Die Neueröffnung im benachbarten Coop ist jedoch erst Anfang November. Wieso war kein nahtloser Übergang möglich?

Schwerzenbacher müssen zwei Monate ohne Post auskommen

Die Postagentur im VOI im Chimlimärt schliesst Ende Woche. Die Neueröffnung im benachbarten Coop ist jedoch erst Anfang November. Wieso war kein nahtloser Übergang möglich?

«Ist es der Post nicht möglich, in unserem so technisierten Zeitalter einen problemlosen Übergang einzurichten?» Das schreibt ein erboster Leser in einem Brief an diese Redaktion.

Er bezieht sich dabei auf ein Informationsblatt der Post. Darin steht, dass die Postfiliale im Migros-Partner VOI im Schwerzenbacher Chimlimärt am 29. August schliesst. Und dass die Filiale erst am 5. November in den Lokalitäten eines anderen Detaillisten wieder eröffnet. Es kommt also zu einem Unterbruch von mehr als zwei Monaten.

Der Grund für die Schliessung ist laut Markus Werner, dem Sprecher der Post, dass VOI beschlossen hat, die Zusammenarbeit zu beenden. «Wir bedauern es, dass es für die Kundschaft in Schwerzenbach zu einem Unterbruch im Postangebot kommt», sagt er. «Uns war es jedoch wichtig, eine langfristige und für die Kundinnen und Kunden attraktive Lösung zu finden.»

Blick auf einen Einkaufsladen in einem ländlichen Einkaufscenter.
Nun kommt die Postagentur nur ein paar Meter weiter im neuen Coop unter.

Gefunden habe man diese mit dem künftigen Partner Coop, der Anfang November nur ein paar Meter weiter neu eröffnet wird. Bis dahin verweist Werner auf die Poststelle in Volketswil. Sie sei mit dem öffentlichen Verkehr gut erreichbar. Vor Ort blieben die Postfächer und der Briefeinwurf.

Doch wieso muss die Postagentur aus der VOI-Filiale raus? Migros-Sprecherin Annabel Ott: «Der Grund dafür ist, dass die Nachfrage nach Postdienstleistungen an diesem Standort hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist.» Leider habe man zu spät erfahren, dass es eine Nachfolgelösung gebe, erklärt Ott. «Sonst hätten wir das Angebot bis zum Anschluss aufrechterhalten.»

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