Der Eismeister des Pfäffikersees tritt in den Ruhestand
Vier Seegfrörnen in 37 Jahren
Peter Hauser, Leiter der Sicherheitsabteilung der Gemeinde Pfäffikon, wird pensioniert. Zum Abschied blickt er auf die Jahre zurück, als man auf dem Pfäffikersee Schlittschuh laufen konnte. Er glaubt, der letzte Eismeister gewesen zu sein.
Mitte August hat der Pfäffikersee eine Wassertemperatur von 25 Grad. Es scheint aktuell fast undenkbar, dass es eine Zeit gab, in der der drittgrösste See des Kantons komplett zufror. Letztmals geschah das vor 14 Jahren.
Peter Hauser erinnert sich gut an die Gfrörnen. Als Leiter Sicherheit der Gemeinde Pfäffikon gab er jeweils das Eis, im Einvernehmen mit den anderen Sicherheitsvorstehenden der Anrainergemeinden und der kantonalen Seepolizei, für die Bevölkerung frei. Die Seegfrörnen in den kalten Wintern während Hausers Amtszeit – 1991, 2002, 2006 und 2012 – sind für ihn und auch für viele Oberländerinnen und Oberländer unvergessen.
Hauser wird Anfang September pensioniert. Er ist selbst in Pfäffikon aufgewachsen und erinnert sich noch an Geschichten von den Gfrörnen vor seiner Tätigkeit bei der Gemeinde: «Angeblich benutzten bis Ende der 1960er Jahre die Leute den gefrorenen See als Abkürzung, etwa von Auslikon nach Seegräben.»

