Gesellschaft

Ausnahmezustand

Nach Hackerangriff auf Stiftung Wagerenhof: Ausmass noch unklar

Die Stiftung Wagerenhof in Uster wurde Opfer eines Hackerangriffs. Seither arbeiten Spezialisten unter Hochdruck an der Analyse und daran, wieder zum Normalbetrieb zurückzukehren. Eine schwierige Aufgabe.

Nach Hackerangriff auf Stiftung Wagerenhof: Ausmass noch unklar

Ausnahmezustand

Die Stiftung Wagerenhof in Uster wurde Opfer eines Hackerangriffs. Seither arbeiten Spezialisten unter Hochdruck an der Analyse und daran, wieder zum Normalbetrieb zurückzukehren. Eine schwierige Aufgabe.

Ein Hackerangriff hatte die Stiftung Wagerenhof aus Uster am 9. Juli hart getroffen. Die Hacker blockierten bei einem Ransomware-Angriff den Zugang zu mehreren Systemen. Typischerweise werden dabei Daten verschlüsselt und für deren Entschlüsselung Lösegeld gefordert.

Die Stiftung reagierte auf den Angriff, indem sie umgehend alle Systeme und Verbindungen unterbrochen hatte, um weitreichende Datenlecks bestmöglich zu verhindern. Nun – gut eineinhalb Monate später – gibt es immer noch Fragezeichen zu den Folgen des Angriffs.

«Ausmass und Art der Daten stehen weiterhin nicht fest und können zum heutigen Zeitpunkt nicht eingeschätzt werden», schreibt die Stiftung Wagerenhof, die für Menschen mit Behinderungen ein Zuhause sowie Arbeitsplätze bietet, am Montagnachmittag in einer Mitteilung. Man gehe davon aus, dass Daten abgegriffen worden seien.

Die forensische Evaluation laufe noch. Der Vorfall sei zudem dem Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) gemeldet und eine Strafanzeige erstattet worden. Aufgrund der laufenden Untersuchungen wolle sich die Stiftung Wagerenhof aber nicht weiter zum Fall äussern.

Schrittweise zurück zum Normalbetrieb

Seit dem Angriff war die Institution praktisch von der digitalen Welt abgeschnitten. Denn die Server, Softwares, Dokumentationen, das Festnetztelefon und die E-Mail-Programme wurden vorsorglich gekappt. Seit dem 14. August funktioniert immerhin das Telefonnetz wieder. Die Sicherheit, die Grund- sowie die medizinische Versorgung der Bewohnenden waren und sind zu jeder Zeit gewährleistet.

Ab sofort wird aber am Wiederaufbau der Infrastruktur gearbeitet, was eine komplexe technische Aufgabe ist. Schritt für Schritt will die Stiftung bis voraussichtlich Ende Oktober zurück zum Normalbetrieb finden. Die Arbeiten werden dabei nach Wichtigkeit priorisiert, unterstützt wird die Stiftung von externen Cybersecurity-Experten.

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