Als die Oberländer zu bescheiden für die 1. Bahnklasse waren
Gleisanschluss für Pfäffikon und Hinwil vor 150 Jahren
1876 hielt der Fortschritt dampfend Einzug in Pfäffikon und Hinwil. Die Kempttallinie hatte aber grosse Anlaufprobleme – und auf ihr ereignete sich das zweitgrösste Eisenbahnunglück der Schweiz.
«Es klingt der reinste Freudenton
Von Hinweil bis Effretikon!»
Am 16. August 1876 waren gleich sieben Gemeinden im Oberland völlig aus dem Häuschen. Sie feierten die Eröffnung der neuen Bahnlinie von Effretikon über Pfäffikon und Wetzikon nach Hinwil. Der obige Spruch prangte auf einem «Triumphbogen» am neu erstellten Bahnhof Hinwil.
Während Effretikon 1855 und Wetzikon 1857 bereits an das damals rasant wachsende Bahnnetz angeschlossen worden waren, mussten sich die beiden Bezirkshauptorte Pfäffikon und Hinwil rund 20 Jahre länger gedulden. Entsprechend gross war die Freude damals: «Der 16. August 1876 war für das ganze Kemptthal wohl der wichtigste und in alle Verhältnisse tief eingreifendste Tag, den dieses Thal schon je erlebt; es war ein Freudentag im schönsten Sinne des Wortes», berichtete «Der Freisinnige», der Vorgänger des «Zürcher Oberländers», in seiner ersten Ausgabe nach dem Anlass.

