Gesellschaft

Braune Wiesen

Greenpeace protestiert in Hinteregg gegen Agrarpolitik

Die anhaltende Trockenheit setzt der Landwirtschaft zu. Greenpeace hat deshalb am Donnerstag in Hinteregg mit einer Protestaktion auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam gemacht.

Greenpeace protestiert in Hinteregg gegen Agrarpolitik

Braune Wiesen

Die anhaltende Trockenheit setzt der Landwirtschaft zu. Greenpeace hat deshalb am Donnerstag in Hinteregg mit einer Protestaktion auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam gemacht.

Auf einer verdorrten Wiese in Hinteregg haben Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten am Donnerstag mit einem Banner für eine zukunftsfähige Agrarpolitik protestiert. «Lieber Gras als Rösti» stand auf dem Schriftzug. Die Umweltorganisation fordert angesichts der extremen Wetterbedingungen eine zukunftsfähige Agrar- und Ernährungspolitik.

Nach Angaben von Meteo Schweiz fielen im Juli 2026 vielerorts mehr als 85 Prozent weniger Niederschlag als im Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020. Die Trockenheit setze auch der Landwirtschaft zu. Landwirtinnen und Landwirte müssten Kühe notschlachten oder vorzeitig von der Alp holen, schreibt Greenpeace.

Landwirtschaft ist gefährdet

Die Organisation kritisiert insbesondere die Schweizer Agrarpolitik. Greenpeace-Konsumexperte Nico Frommherz bezeichnet den Klimawandel als existenzielle Bedrohung für die Schweizer Landwirtschaft. Die Politik müsse Rahmenbedingungen schaffen, damit sich die Landwirtschaft an die veränderten Bedingungen anpassen könne.

Greenpeace fordert unter anderem eine umfassende Agrar- und Ernährungspolitik sowie einen Transformationsfonds, der Landwirtschaftsbetriebe bei der Umstellung beraten und finanziell unterstützen soll. Zudem zeigt die Organsiation mit Vision Plant eine Möglichkeit für die Ernährung der Zukunft auf.

Mit dem Protest nimmt Greenpeace auch Bezug auf Aussagen von Bundesrat Albert Rösti zur Hitze und Trockenheit sowie auf frühere Äusserungen von SVP-Präsident Marcel Dettling zum Klimawandel. Gegenüber der NZZ hat dieser noch vor zwei Jahren gesagt: «Es ist mir lieber, wenn es wärmer wird als kälter. Für die Bauern ist die Klimaerwärmung nicht schlecht.» 

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