Vom Abfall-Wahnsinn zur sauberen Stadt in wenigen Stunden
Was nach der Street Parade passiert
Die Mega-Party Street Parade sorgt für einen Mega-Abfallberg. Doch der ist dank perfekter Organisation dann in weniger als einem halben Tag abgebaut, wie ein Rundgang mit dem aus Hinwil stammenden Stadtreinigungs-Chef zeigt.
Höhe: bis zu 40 Zentimeter. Zusammensetzung auf einem repräsentativen Quadratmeter: unzählige leere Alu-Getränkedosen, Zigarettenstummel, ein Stück Pizza, PET- und Glasflaschen jeder Grösse, Raschelsäckli, ein Damen-Top, Einwegbesteck, ein Einkaufswägeli, ein Brillenetui. «Der normale Mix», sagt Michael Ultsch zu der unappetitlichen Schicht, welche nach der Street Parade Strassen, Trottoirs und sogenannte Erholungsanlagen wie Pärke ums Seebecken bedeckt.
Ultsch ist Leiter des Geschäftsbereichs Stadtreinigung bei Entsorgung + Recycling Zürich (ERZ). Und in der Nacht vom Samstag auf den Sonntag zum 15. Mal nach dem grossen Rave im Herzen der Stadt unterwegs. Es ist quasi die Abschiedstour des Hinwilers vor der Pensionierung Ende Jahr. Für ihn weder eine lästige Pflichtaufgabe noch ein Kontrollrundgang, sondern in erster Linie «eine Art persönliche Verpflichtung als Chef meinen Mitarbeitern gegenüber».
Das wird sehr geschätzt. Überall, wo der Oberländer hinkommt, wird die Arbeit unterbrochen: «Hoi Michael! Wie gahts?»

