Darum stehen im Oberland auch Betonklötze unter Denkmalschutz
Von Sichtbeton bis Märchenschloss
An architektonischer Schönheit scheiden sich bekanntlich die Geister. Wie entscheidet der Denkmalschutz, und was bewirkt er tatsächlich? Ein Experte gibt Auskunft.
Die Perrondächer des Bahnhofs Effretikon. Graue Betonbalken über den Gleisen. Was auf den ersten Blick wie emotionslose Architektur wirkt, ist ein denkmalgeschütztes Objekt.
Im ganzen Kanton Zürich sind 5500 Gebäude im kantonalen Inventar verzeichnet – das entspricht nur 1,5 Prozent der gesamten Bausubstanz. Und trotzdem sorgt kaum ein anderes Thema rund ums Bauen für so viele Diskussionen. Denn Denkmalschutz bedeutet Auflagen. Und Auflagen bedeuten Aufwand.
Ob ein Gebäude schützenswert ist und weshalb manchmal sogar nackte Betonklötze unter Schutz gestellt werden, erläutert Benjamin Thommen, Bereichsleiter der kantonalen Denkmalpflege.

