Im Stöckweiher in Bäretswil sollen weniger Steine landen
Der Natur zuliebe
Der Aabach mündet in Bäretswil in den Stöckweiher, wo sich Steine und Sand absetzen. Ein Problem, das der Kanton nun mit einer baulichen Massnahme beheben will.
In einem Bach ist schon ganz viel los – zumindest aus ökologischer Sicht. So auch im Aabach, der Bäretswil durchquert. In der Strömung trägt er Sand, Kies, Steine und Geröll bachabwärts. Mit der Zeit sinken diese ab und strukturieren die Bachsohle. Das wiederum schafft Lebensräume für Fische und wirbellose Tiere.
Doch beim Aabach funktioniert dieser Vorgang nur zum Teil. Denn der Bachlauf wird vom Stöckweiher unterbrochen, weshalb sich Gestein im Weiher ablagert. Eigentlich sollte dieses mit der Strömung wieder in den Aabach, der vom Weiher wegführt, getragen werden. Das geschieht allerdings nur ungenügend. Dieses Problem will der Kanton nun beheben.
Neue Vorrichtung
Von Mitte August bis Oktober wird oberhalb des Stöckweihers nahe dem Wappenswiler Ried eine Vorrichtung erstellt, die Sand, Kies, Steine und Geröll zurückhält. Dieses Material soll dann regelmässig entnommen und unterhalb der Kläranlage von Bäretswil wieder in den Aabach gekippt werden. Gemäss der Baudirektion des Kantons sollen so jährlich rund 30 bis 35 Kubikmeter Material ins Fliessgewässer zurückgelangen. In den nächsten Jahren überprüft der Kanton, ob die Massnahmen auch die gewünschte Wirkung zeigen.
Der neue sogenannte Geschiebesammler wird möglichst naturnah gestaltet. Ein neuer Unterhaltsweg ermöglicht die künftige Bewirtschaftung. Ausserdem werden im Bach drei Schwellen gebaut, um die Bachsohle zu stabilisieren. Und das linke Ufer wird mit Totholzfaschinen – einer Art Holzzaun – gestaltet und standortgerecht bepflanzt. Des Weiteren wird die Ufermauer punktuell instand gesetzt.
