Historische Schnellzuglok hat Gastauftritt beim Dampfbahn-Verein
Elektro wegen Feuergefahr
Weil auf der Strecke der Museumsbahn zwischen Bauma und Hinwil wegen der Trockenheit keine Dampfloks
eingesetzt werden können, werden die historischen Züge mit Diesel- oder Elektroloks bespannt.
Statt das schnaubende Dampfross zogen am letzten Sonntag eine Elektrolokomotive sowie eine Diesellok die Züge des Dampfbahn-Vereins Zürcher Oberland (DVZO). Dies aus gutem Grund: Wegen der Trockenheit können derzeit keine Dampfloks eingesetzt werden. Es besteht die Gefahr, dass Funken das trockene Gras in Brand setzen würden. Das eine Zugspaar bespannte der DVZO daher mit seiner eigenen Diesellok Em 3/3 Sara. Für den anderen Zug setzte man auf elektrische Traktion.
In der Tat besitzt der DVZO auch einige Elektroloks – ehemalige Rangierloks der SBB sowie eine Streckenlok der einstigen Bodensee-Toggenburg-Bahn. Diese Maschinen konnte man aber im Depot stehen lassen. Als Zugpferd stand nämlich ein interessanter Gast zur Verfügung – die grüne Re 4/4 I mit der Nummer 10 039, die vom Ostschweizer Unternehmen TR Trans Rail AG für historische Züge eingesetzt wird.
Die Lokomotive gehört zur zweiten Serie einer Baureihe, die in den 1940er Jahren für Schnellzüge entwickelt wurde. Dabei handelt es sich um die erste Drehgestelllok der SBB ohne Laufachsen, die mit erhöhter Geschwindigkeit durch Kurven fahren kann. Das war zuvor nur den legendären Roten Pfeilen sowie einigen Leichttriebwagen möglich. In den 1950er und 1960er Jahren zogen die Re 4/4 I die Städteschnellzüge Zürich–Genf und Luzern–Schaffhausen.

