Und plötzlich kam in Wetzikon der Hagel
Wetterumschwung
Im Verlaufe des Samstagnachmittags fand ein Unwetter seinen Weg ins Oberland. Zur Überraschung fiel auch gleich Hagel.
Am frühen Samstagnachmittag drehte im Raum Wetzikon der Wind – in der Manier eines Formel-1-Fahrers – seine Runden. Wer zu diesem Zeitpunkt ein Blick in die Wetterapp wagte, wurde erst beruhigt. Weder Regen wurde prophezeit noch ein Sturm. Lediglich Dübendorf sollte von einem Starkregen getroffen werden.
Aber falsch gedacht. Kurz nach 17 Uhr suchte ein Unwetter das gesamte Oberland heim. Auf dem Wetterradar waren die Bezirke Uster, Hinwil und Pfäffikon sowie das Tösstal plötzlich orange eingefärbt. Dies bedeutet: «Grosse Unwettergefahr».
Aus Regen wird Hagel
Seinen Lauf nahm das Unwetter erst mit sanftem Regen, gefolgt von starkem Regen. Und kurz danach verwandelten sich die Regentropfen scheinbar in Hagelkörner mit Durchmessern von mehreren Millimetern.
Binnen weniger Minuten färbte der liegen gebliebene Hagel die Wiesen weiss, und der Himmel wurde für ein Unwetter erstaunlich hell. Zugleich kühlte die Luft schlagartig ab, als ob eine Kühlschranktüre geöffnet wurde. Und so schnell das Unwetter seinen Weg über das Oberland fand, so schnell zog es wieder von dannen.
Doch die Regenjacke sollte man vorerst anbehalten. Denn ab 18 Uhr dürfte gemäss Wetterradar nochmals starker Niederschlag folgen. Vom Zürichsee her kommend, müsste um 18.20 Uhr eine dunkle Wolke den Greifensee vollständig erreicht haben und danach Richtung Pfäffikersee weiterziehen.

