Gemüseanbau im Oberland: «Wasserverbrauch hat um 50 Prozent zugenommen»
Die anhaltende Trockenheit stellt auch die hiesige Landwirtschaft vor grosse Herausforderungen. Der Geschäftsführer von Gerber Bio Greens in Fehraltorf, Matthias Hurni, erklärt, wie das Unternehmen damit umgeht.
«Letzte Woche hatten wir immerhin 45 Millimeter Regen pro Quadratmeter, das hat etwas geholfen», meint Matthias Hurni, Geschäftsführer von Gerber Bio Greens aus Fehraltorf, am Telefon. Dennoch habe die anhaltende Trockenheit ihre Spuren hinterlassen. «Einige unserer Pflanzen haben sehr gelitten.» Denn während die Luft draussen «nur» 30 Grad hat, heize sich der Boden – insbesondere die schwarze Erde – auf teils bis zu 50 Grad auf.
Laut dem Bundesamt für Umwelt sind in den vergangenen 90 Tagen auf der Alpennordseite und im Wallis nur etwa halb so viele Niederschläge heruntergekommen wie im klimatologischen Durchschnitt. Und das wird zunehmend spürbar. «Natürlich müssen auch wir aktuell sparsam mit dem Wasser umgehen», erklärt Hurni.
Genau dafür habe man verschiedene Massnahmen etabliert: So würde man nur neu gepflanzte Kulturen tagsüber wässern, alle anderen in der Nacht – dadurch lässt sich die Verdunstung reduzieren.
«Ausserdem können wir mit der Tropfbewässerung bei den Zucchetti im Vergleich zur Sprinkleranlage rund 80 Prozent Wasser einsparen», so Hurni. Bei Ersterer werden in regelmässigen Abständen nur geringe, exakte Wassermengen abgegeben.

