Nach Graffitireinigung: Die zwei Bahnhofunterführungen in Wetzikon sind wieder weiss
Ein erster Schritt
Die Sanierung der Personenunterführungen am Bahnhof Wetzikon ist angelaufen. Mit einem Graffitischutzfilm und verstärkten Polizeipatrouillen will die Stadt neue Schmierereien besser in den Griff bekommen.
Wer in den vergangenen Wochen die Personenunterführungen am Bahnhof Wetzikon benutzt hat, dürfte die aktuell laufenden Arbeiten bemerkt haben: Vor Kurzem wurden die Graffitis entfernt, darunter zahlreiche Schmierereien mit den Kürzeln der Zürcher Fussballklubs FC Zürich (FCZ) und Grasshopper Club Zürich (GC). Im selben Zuge wurden die Unterführungen gründlich gereinigt und neu gestrichen.
Wie die Stadt in einer Mitteilung schreibt, handelt es sich bei den aktuellen Arbeiten um den ersten sichtbaren Schritt der umfassenden Instandstellung der beiden Unterführungen am Bahnhof Wetzikon. Diese Personenunterführungen stammen aus den 1980er Jahren und weisen heute erhebliche bauliche Mängel auf.
Laut der Mitteilung hat insbesondere die Beleuchtung das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Ausserdem weisen Wände, Böden und Entwässerungsrinnen Schäden auf, die aus Sicherheitsgründen behoben werden müssen – auch das soll noch diesen Sommer umgesetzt werden. Zudem wird die Signaletik den heutigen Anforderungen angepasst, und bis im Herbst soll die neue Beleuchtung eingebaut werden. Kleinere Abschlussarbeiten folgen bis Ende Jahr.
Schutzfilm soll Reinigung erleichtern
Nach Abschluss der Arbeiten erhalten die Wände einen neuen Anstrich mit einem dauerhaften Graffitischutzfilm. «Graffitischutzsysteme werden an stark frequentierten öffentlichen Anlagen wie Unterführungen oder anderen Infrastrukturbauten häufig eingesetzt, um den Unterhalt zu erleichtern und das Erscheinungsbild langfristig zu sichern», sagt Stadtrat Heinrich Vettiger (SVP).
Um erneuten Schmierereien entgegenzuwirken, wolle die Stadtpolizei zusätzlich ihre Präsenz verstärken und die Patrouillentätigkeit insbesondere rund um entsprechende Sportveranstaltungen anpassen, ergänzt er. Wo erforderlich, würden ausserdem Massnahmen geprüft, beispielsweise punktuelle Erweiterungen der bestehenden Videoüberwachung.
«Die Personenunterführungen beim Bahnhof gehören aufgrund ihrer Lage und hohen Nutzung zu den besonders exponierten Standorten für Graffitis», erläutert Vettiger. Graffitis träten aber auch an weiteren öffentlichen Anlagen in der Stadt auf.
Stadt und SBB teilen sich die Kosten
Wie die Stadt in der Mitteilung weiter schreibt, erfolgt die Instandstellung in enger Zusammenarbeit mit den SBB. Gemäss dem bestehenden Bahnhofvertrag tragen beide Partner die Kosten je zur Hälfte. Der Stadtrat hat den Kostenanteil der Stadt von 360'000 Franken bewilligt. Insgesamt kostet das Projekt rund um die Sanierung 720'000 Franken.
Während der gesamten Bauzeit bleiben die Personenunterführungen für Fussgängerinnen und Fussgänger geöffnet. Je nach Baufortschritt kann es vorübergehend zu kleineren Einschränkungen kommen.

