Die Geschichte eines alten Hauses in Wila, das einst abgerissen werden sollte
Zweite Chance für Abrissobjekt
Eine Familie verliebt sich in ein altes Haus, das dem Untergang geweiht schien. Was wie ein kitschiger Herzschmerz-Roman tönt, hat sich in Wila tatsächlich so zugetragen. Gibt es ein Happy End?
Es war sozusagen Liebe auf den ersten Blick: Als Lukas Degen das alte Haus unterhalb der Kirche Wila zum ersten Mal richtig wahrnahm, liess es ihn nicht mehr los. «Es sieht aus wie die exakte Kopie meines Elternhauses», erzählt der gelernte Schreiner.
Obwohl er in Wila aufgewachsen ist, fiel Degen das Doppeleinfamilienhaus an der Schalchenstrasse erst vor etwa acht Jahren auf – als die baufällige Scheune, die davorstand, abgerissen wurde. «Zuvor war es so dahinter versteckt, dass es wohl den meisten Wilemern so erging wie mir.»
Kurz darauf vernahm Lukas Degen, dass die Liegenschaft abgerissen werden sollte. «Ich fand das sehr schade für dieses eigentlich schöne Haus, das für mich gar nicht wie ein hoffnungsloser Fall aussah», erinnert er sich. Auch seinen Eltern sprang die verblüffende Ähnlichkeit zu ihrem eigenen Haus, das sie noch immer bewohnen, sofort ins Auge.

