Es war auf den ersten Blick ein unscheinbares Bauprojekt in Wila, das im Oktober 2020 veröffentlich wurde: «Abbruch Doppeleinfamilienhaus / Neubau Mehrfamilienhaus mit 8 Wohnungen, Schalchenstrasse».
Doch am Ende der Anzeige fand sich in Klammern das Wort «Kernzone». Und dies war für den Zürcher Heimatschutz (ZVH) Grund genug, sich das Bauprojekt näher anzuschauen: «In solchen Fällen bestellen wir immer den Baurechtsentscheid», sagt dessen Präsident Martin Killias.
Als die zuständige Fachperson beim Heimatschutz den Entscheid in den Händen hielt, traute diese ihren Augen nicht: Erste Recherchen zeigten, dass dies ein sehr geschichtsträchtiges Haus sein muss. Es war deshalb nicht zu verstehen, wieso das Haus an der Schalchenstrasse 3 und 5 nicht im Inventar der Gemeinde ist.
Genauer hinschauen
Im Kanton Zürich sind die Gemeinden verpflichtet, ein Inventar mit denjenigen Objekten zu führen, die potenziell schutzwürdig sind. Dasjenige der Gemeinde Wila stammt aus dem Jahre 2013.

