Gesellschaft

Ausbruch mit Happy End

Maximus macht sich in Rikon aus dem Staub – und bringt alle zum Suchen

Am Freitagmorgen nutzte Shettlandpony Maximus beim Spazieren einen unbeachteten Moment, um sich eine Zwischenmahlzeit zu gönnen. Und blieb danach bis Samstagnachmittag unauffindbar.

Maximus macht sich in Rikon aus dem Staub – und bringt alle zum Suchen

Ausbruch mit Happy End

Am Freitagmorgen nutzte Shettlandpony Maximus beim Spazieren einen unbeachteten Moment, um sich eine Zwischenmahlzeit zu gönnen. Und blieb danach bis Samstagnachmittag unauffindbar.

«Dringend vermisst: Pony Maximus», lautete ein Post bei mehreren Facebook-Gruppen. Die Besitzerin Jasmin Bosshard bat darin um Hilfe bei der Suche nach ihrem geliebten Vierbeiner.

Sie spazierte am Freitagmorgen mit ihrem Shettlandpony am Führstrick der Töss entlang. «Maximus war wegen der vielen Bremsen ohnehin schon etwas nervös», erzählt sie uns gegenüber. Als er dann auch noch kräftig am Strick zog, um ein wenig zu fressen, entwischte er seiner Besitzerin und lief in den nahe gelegenen Wald.

Nachdem die Besitzerin ihn trotz intensiver Suche nicht mehr finden konnte, meldete sie dies der Polizei und sie teilte den Aufruf in den sozialen Medien. Sie erhielt daraufhin unzählige Tipps, Hilfsangebote und Zuspruch von der Bevölkerung. «Viele haben sich kurzerhand aktiv an der Suche beteiligt.»

Intuition – und Hilfe von Unbeteiligten

Trotzdem blieben die Suchaktionen bis am Samstagnachmittag erfolglos. «Bis mein Bauchgefühl mir sagte, nochmals an den Ausgangsort zurückzukehren», erzählt Bosshard. Genau das brachte den Wendepunkt. «Erst hörte ich eine Frauenstimme rufen, dann das Wiehern von Maximus» – eine ihr unbekannte Frau habe das Pony an einem steilen Hang im Tobel entdeckt und das Tier daraufhin festgehalten.

«Er ist zwar allein den Hang hinaufgekommen, dann aber offenbar nicht mehr herunter.» Das war wohl ihr Glück. Gemeinsam mit Jasmin Bosshard, die vorausging, wagte sich der Ausreisser schliesslich an den steilen Abstieg. «Wir sind mehr gerutscht als gegangen», erzählt sie.

Schliesslich konnte Bosshard ihren Ponywallach wohlbehalten zurück in den heimimschen Stall bringen. Wo Maximus erstmal die anderen Pferde begrüsste, seinen grossen Durst löschte und eine ordentliche Portion Futter verdrückte. «Was man eben so macht, wenn man nach einem grossen Abenteuer nach Hause kommt.»

Man sieht ein Pony, das an der Tränke seinen Durst stillt.
Abenteuer machen durstig: Maximus ist unverletzt zurück in seinem Stall.

Die überglückliche Besitzerin ist überwältigt von der Welle der Unterstützung. «Es ist schön zu wissen, dass es so viele hilfsbereite Menschen gibt.»

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