Im Ritterhaus Bubikon wird die «Hexe» von Rapperswil zum Leben erweckt
Eine Theatergruppe erzählt in einem Freilichtspiel die bewegende Geschichte einer Klostervorsteherin, die sich gegen die Obrigkeit von Rapperswil stellte. Mittendrin steht eine 15-jährige Nachwuchsschauspielerin.
Drehen wir die Zeit um rund 500 Jahre zurück. Die Kulisse dafür ist perfekt: Wir befinden uns im Ritterhaus Bubikon – dem Ort im Oberland, der das längst vergangene Mittelalter in den hiesigen Gefilden wohl nur schon rein optisch und auch im Nachgang noch am besten repräsentiert.
An diesem geschichtsträchtigen Ort arbeitet die Autorin und Regisseurin Eva Mann schon zum dritten Mal mit den gut 20 Laienschauspielerinnen und Laienschauspielern vom Theater im Hof. Sie bringt Leidenschaft, Mut und ein Hauch von Rebellion in das Freilichtspiel, das die bewegende Geschichte des «Wydenklösterli» in Rapperswil neu erzählt.
Denn im Jahre 1521 entschliesst sich der Rapperswiler Rat dazu, das besagte Kloster aufzulösen. Die damalige Vorsteherin Katharina Schüchter will diesen Entschluss nicht hinnehmen und erhebt sich als mutige Frau gegen die mächtige Obrigkeit. Daraus entsteht ein Rechtsstreit gegen die Stadt Rapperswil – zu einer Zeit, als es das Wort und das Recht der «Gewaltentrennung» noch nicht gab. Es folgt unweigerlich ein Drama um Macht, Glauben, Politik und zuletzt sogar um Hexerei.

