Gesellschaft

Personen und Autonummern sind unkenntlich

Kamerafahrzeug in Rüti unterwegs

Die Gemeinde Rüti lässt ihre Strassen dreidimensional vermessen. So sollen nötige Arbeiten schneller erkannt werden.

Kamerafahrzeug in Rüti unterwegs

Personen und Autonummern sind unkenntlich

Die Gemeinde Rüti lässt ihre Strassen dreidimensional vermessen. So sollen nötige Arbeiten schneller erkannt werden.

Ab dem 17. Juni ist in Rüti ein spezielles Messfahrzeug unterwegs, das den gesamten Strassenraum dreidimensional erfasst. Das Auto ist voraussichtlich bis Anfang Juli in Rüti auf Tour, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

Das Fahrzeug der Firma Infra3D ähnelt den bekannten Google-Street-View-Autos, hat aber einen anderen Zweck: Die Aufnahmen entstehen gezielt nach den Bedürfnissen der Gemeindeverwaltung. Mit den 3D-Bildern können Mitarbeitende der Gemeinde den Zustand von Strassen, Trottoirs, Beleuchtungen und Signalisationen beurteilen, ohne vor Ort sein zu müssen – was Unterhaltsarbeiten und Abklärungen effizienter macht.

Urs Kunz von der Gemeinde Rüti betont auf Nachfrage, dass die Befahrung nicht als Ersatz für Begehungen vor Ort dient, diese aber teilweise reduziert. «Die dreidimensionalen Daten ermöglichen bereits in frühen Projektierungsphasen präzise Vermessungen am Bildschirm», sagt er.

Ein weiterer Vorteil sei die langfristige Dokumentation: Die Befahrungen werden periodisch wiederholt, sodass die Entwicklung des Strassenraums über die Jahre hinweg nachvollzogen und mit früheren Erhebungen verglichen werden kann. Dies unterstützt die Zustandsbeurteilung, die Unterhaltsplanung sowie die Priorisierung von Investitionen.

Kosten werden verteilt

Das Projekt wird von der Abteilung Bau der Gemeinde Rüti geleitet. Pro Jahr fallen für die Nutzung der Aufnahmen und der zugehörigen Anwendung Lizenzkosten von 11’500 Franken an. Diese werden auf die verschiedenen Nutzniesser verteilt, darunter die Bereiche Sicherheit, Baubewilligungen, Tiefbau, Werkhof sowie die Gemeindewerke mit den Sparten Strom, Wasser, Wärme und Gas.

Die Aufnahmen sind nur verwaltungsintern zugänglich und dürfen ausschliesslich für gesetzliche Aufgaben genutzt werden. Gesichter und Fahrzeugkennzeichen werden automatisch unkenntlich gemacht.

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