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Funk, Rap und exotische Gerichte

«Wetzikon ist besser als Zürich» – ein Stadtfest, wie es sein soll

Trotz einer Kontroverse im Vorfeld wurde das Stadtfest in Wetzikon zu einem vollen Erfolg. Es waren so viele Besucherinnen und Besucher wie noch nie vor Ort. Gleiches galt für die Anzahl an Sicherheitspersonal.

So viele Besucher wie noch nie: Im grossen Festzelt auf der Bahnhofstrasse war es schwierig, einen Sitzplatz zu bekommen.

Fotograf: André Gutzwiller

«Wetzikon ist besser als Zürich» – ein Stadtfest, wie es sein soll

Funk, Rap und exotische Gerichte

Trotz einer Kontroverse im Vorfeld wurde das Stadtfest in Wetzikon zu einem vollen Erfolg. Es waren so viele Besucherinnen und Besucher wie noch nie vor Ort. Gleiches galt für die Anzahl an Sicherheitspersonal.

Ganze Ströme waren es – so viele Menschen wie noch nie trafen sich am vergangenen Wochenende am Stadtfest in Wetzikon. Hochkarätige Lokalmatadoren wurden im Programm angekündigt und das Stadtfest vom OK, für alle Wetziker, zum Pflichtprogramm erklärt.

Das mit dem Pflichtprogramm wurde von der Bevölkerung scheinbar sehr ernst genommen. Ein unaufhörlicher Besucherstrom zwängte sich konstant und unvermindert durch das Festgelände. Ein Augenschein am frühen Samstagabend in der abgesperrten Bahnhofstrasse zeigte eine lockere und fröhliche Stimmung.

Auf der Parkbühne rappte Ryan 87 und zog das junge Publikum in seinen Bann. Die bassigen Beats spülten das restliche Publikum die Festmeile hinauf. An unzähligen Essensständen vorbei. Es duftet nach exotischen Gerichten, nach währschaftem Grillfleisch oder nach süssen Leckereien.

So viele Besucher wie noch nie am Stadtfest in Wetzikon.
Ryan 87 rappte auf der Parkbühne, wo er vor allem ein jüngeres Publikum anzog.

Angekommen bei der Stadtbühne, sorgen gerade die Sugarpuffs mit nicht weniger Bassstärke für funkigen Sound. Das gesetztere Publikum hat sich hier angesiedelt, wobei die wenigsten wirklich sitzen, der Sound lässt die meisten Beine im Rhythmus mitschwingen.

Die Besucher werden durch das vielfältige Angebot angezogen. Auf die Frage, warum sie hier sind, antworten viele mit einem Augenzwinkern: «Weil wir Hunger haben.» Roland und Mägi sind überrascht, wie viele Leute sie hier treffen, die sie schon lange nicht mehr gesehen haben.

Viele sind aktiv am Fest mit ihren Vereinen beteiligt und verbringen gleich das ganze Wochenende hier. Lia bringt es auf den Punkt. Sie hat ihre Freunde aus Zürich nach Wetzikon geschleppt mit der Begründung: «Wetzikon ist besser als Zürich!»

Zurück auf der Parkbühne steht jetzt Rody auf dem Programm. Er ist einer der angekündigten Lokalmatadoren. Auf und neben der Bühne stehen die Leute von der Security. In ihren auffälligen orangen Leuchtwesten könnte man sie für einen Showact halten. Da sie sich aber nicht im geringsten zum Rhythmus der Beats bewegen, müssen sie wohl echt sein. Das Line-up auf der Parkbühne hat im Vorfeld vom Stadtfest für eine kleine Kontroverse gesorgt.

Mehr Security als je zuvor

Auf Nachfragen bei den Managern der Parkbühne wurde am Samstagnachmittag bei einem Sicherheitsbriefing beschlossen, die Bühne und die Künstler während ihres Auftritts mit Security besonders zu schützen. Auffallend war auch die Präsenz verschiedener Sicherheitskräfte am ganzen Fest. Gefühlt waren mehr Patrouillen auf dem ganzen Gelände unterwegs als an früheren Festen.

Die Polizei gab sich bedeckt und bestätigte nichts. Was wäre ein Sicherheitskonzept wert, wenn man sich dabei in die Karten schauen liesse. Auf jeden Fall hat Wetzikon wieder ein tolles, friedliches Stadtfest erlebt und kann sich jetzt schon auf die nächste Durchführung freuen.

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