Gesellschaft

Würdigung für Engagement

Das sind die diesjährigen Gewinner des Anerkennungs- und Jugendförderpreises

Am 23. Juni ehrt der Stadtrat von Illnau-Effretikon vier Einwohnerinnen und Einwohner mit dem Anerkennungs- und Jugendförderpreis. Belohnt werden Leistungen in Beruf, Sport und Musik.

Das sind die diesjährigen Gewinner des Anerkennungs- und Jugendförderpreises

Würdigung für Engagement

Am 23. Juni ehrt der Stadtrat von Illnau-Effretikon vier Einwohnerinnen und Einwohner mit dem Anerkennungs- und Jugendförderpreis. Belohnt werden Leistungen in Beruf, Sport und Musik.

Der Stadtrat ehrt Martin Steinacher aus Illnau und Paul Lüssi aus Effretikon mit dem diesjährigen Anerkennungspreis. Der Preis ist mit je 2000 Franken dotiert und wird seit 1982 vergeben. Gleichzeitig mit dem Anerkennungspreis vergibt er auch einen mit je 1000 Franken dotierten Jugendförderpreis an Nadine Bünzli aus Luckhausen und Klara Cheng aus Illnau.

Die Preisträgerinnen und Preisträger werden im Rahmen eines kleinen Festakts am Dienstag, 23. Juni, um 19 Uhr im Stadthaussaal Effretikon gewürdigt. Die Veranstaltung ist öffentlich.

Der unermüdliche Lehrer

Ein Mann mit Brille lächelt nahe in die Kamera.
Martin Steinacher prägte Illnau nicht nur als Lehrer, er gestaltete auch das Dorfleben mit.

Als Martin Steinacher 1973 als Primarlehrer nach Illnau kam, kannte er die Gemeinde kaum. Aus der ursprünglich zufälligen Wahl seines Wohn- und Arbeitsorts wurde eine lebenslange Verbundenheit.

Während mehr als vier Jahrzehnten unterrichtete er über 300 Schülerinnen und Schüler. Seine Motivation war klar: «Meine Schulkinder sollen lieber in die Schule gehen, als ich dies tat.» Freude, Humor und Gemeinschaft waren für ihn zentrale Bestandteile des Unterrichts.

Mit grossem Engagement gestaltete Steinacher auch das Illnauer Dorfleben mit. 1975 lancierte er «Dä gschnällscht Illauer», vier Jahre später die Tschuttiwiese Längg.

Zusammen mit Leo Eisenring entwickelte er das Deutsch-Lehrmittel «Die Linda-Klasse». Die Geschichten basieren auf Erlebnissen aus seinem Illnauer Schulalltag und wurden schweizweit eingesetzt.

Der Fahrlehrer und Vereinspräsident

Ein Mann im Poloshirt vor einer Turnhalle.
Obwohl er anfangs gar nicht Eishockey spielte, wurde Paul Lüssi schliesslich Präsident des EIE.

Ob im Eishockeyclub Illnau-Effretikon (EIE) oder im Tennisclub Illnau-Effretikon (TCIE) – über Jahrzehnte hinweg engagierte sich Paul Lüssi für das Vereinsleben der Stadt. Als Präsident, Organisator, Funktionär und Motivator setzte er dabei wichtige Impulse für die Weiterentwicklung beider Vereine.

Zum Eishockey kam Lüssi, als er eher zufällig ein Spiel besuchte und sofort wusste: «Das ist mein Sport!» Obwohl er damals noch nicht Schlittschuh laufen konnte, trainierte er intensiv, gründete später eine Seniorenmannschaft und leitete diese während 25 Jahren. 1991 übernahm er für acht Jahre das EIE-Präsidium.

Beruflich war der Effretiker damit beschäftigt, während 44 Jahren rund 4500 Fahrschülerinnen und Fahrschülern aus Illnau-Effretikon und der Region das Autofahren beizubringen.

Ein Malerin mit Goldmedaille

Eine junge Frau mit Medaille und blauem Shirt.
Die junge Malerin Nadine Bünzli wusste schon früh, dass sie sich für ein Handwerk entscheiden würde. Dies, wie sich zeigt, mehr als erfolgreich.

Nadine Bünzli gewann an den Swiss Skills 2025 in Bern die Goldmedaille im Beruf Malerin. Damit gehört die 20-jährige Handwerkerin aus Luckhausen zur nationalen Spitze ihres Fachs. Als einzige Schweizer Malerin wird sie die Schweiz im kommenden September an den World Skills in Shanghai vertreten.

Nachdem sie ihre Berufslehre im vergangenen Sommer mit Bestnoten abgeschlossen hatte, blieb sie ihrem Lehrbetrieb, der Stefan Baumann GmbH in Weisslingen, erhalten. Neben ihrer 80-Prozent-Anstellung trainiert sie seither regelmässig für die Berufsweltmeisterschaften.

Die Geige in die Wiege gelegt

Eine Geigerin sitzt in einem goldenen Kleid am Boden.
Obwohl Klara Cheng 2023 erst 15 Jahre alt war, wurde sie wegen ihres Talents an die Zürcher Hochschule der Künste aufgenommen.

Schon mit zweieinhalb Jahren begann die heute 18-jährige Klara Cheng, Geige zu spielen – auf einer kleinen
Sechzehntel-Geige an der Musikschule Alato in Effretikon. Heute konzertiert die junge Musikerin international, veröffentlicht eigene CDs und gehört zu den aussergewöhnlichsten Nachwuchsgeigerinnen der Schweiz.

Mit nur 15 Jahren wurde die Illnauerin ausserordentlich früh an die Zürcher Hochschule der Künste aufgenommen – obwohl dafür normalerweise eine Matura vorausgesetzt wird. Heute steht sie kurz vor dem Abschluss ihres Bachelorstudiums.

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