Eine Busspur, zwei entgegenkommende Busse: Warum chlöpft es nicht?
Zwischen Dübendorf und Fällanden
Die neue Busspur zwischen Fällanden und Dübendorf wird künftig in beide Richtungen befahrbar sein. Ein Verkehrsleitsystem verhindert, dass sich die Busse in die Quere kommen.
15'000 Fahrzeuge verkehren jeden Tag auf der Kantonsstrasse zwischen Dübendorf und Fällanden. Stau am Morgen, Stau am Abend. Und der Bus bleibt regelmässig in der Blechlawine stecken.
Damit der Bus künftig in den Stosszeiten wieder pünktlich verkehrt, verbreitert der Kanton aktuell die Fällanderstrasse. So kann die bestehende Busspur auf Fällander Gemeindegebiet bis nach Dübendorf verlängert werden.
Ausserdem wird die Busspur auf ihrer ganzen Länge in die Mitte der Fahrbahn verlegt, damit sie in beide Richtungen genutzt werden kann. Doch wie regeln die Verkehrsplaner des Kantons das Problem, dass sich entgegenkommende Busse auf ihrer Spur «begegnen»?
Auf die «normale» Strasse ausweichen
Grundsätzlich sieht das System vor, dass Buschauffeure über eine Lichtsignalanlage die Freigabe für das Befahren der Spur erhalten. Ist diese von Bus A besetzt, muss der entgegenkommende Bus B mit dem normalen Verkehr mitfahren.
Zwischen Dübendorf und Fällanden ist geplant, dass die Busspur jeweils nur in jene Richtung befahren wird, in welcher der Verkehr hauptsächlich rollt, also am Morgen in Richtung Dübendorf und am Abend in Richtung Fällanden. Gibt es in beide Richtungen Rückstau vor der Ortseinfahrt, werden die zwei Abschnitte der Busspur in unterschiedlicher Richtung genutzt. Bus A wechselt also vor Fällanden auf die Busspur und Bus B vor Dübendorf.
Noch zehn Monate eine Baustelle
Zusätzlich wird der motorisierte Verkehr bei Bedarf in beiden Richtungen mit Lichtsignalen so weit dosiert, dass sich der Rückstau nicht innerorts, sondern im Ausserortsbereich bildet. Eine solche Busbevorzugungsanlage gibt es bereits beim Heinz-Stoop-Kreisel in Richtung Zentrum Fällanden. Künftig wird auch vor der Ortseinfahrt Dübendorf ein entsprechendes Lichtsignal installiert, dann wird der Bus nicht mehr vor dem Nüsslikreisel im Stau stehen.
Das Bauprojekt kostet 6,55 Millionen Franken plus 1,5 Millionen für die Erneuerung der Werkleitungen und soll im April 2027 fertiggestellt sein.
