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Schwimmbad Grafstal

Weil zu viele Auswärtige kommen: Lindau erhöht die Badi-Eintritte

Die Badi Grafstal in der Gemeinde Lindau gilt als klein, familienfreundlich und beliebt – inzwischen offenbar so beliebt, dass die Gemeinde reagiert.

Die Badi in Grafstal bei Lindau erfreut sich immer grösserer Beliebtheit.

Foto: PD

Weil zu viele Auswärtige kommen: Lindau erhöht die Badi-Eintritte

Schwimmbad Grafstal

Die Badi Grafstal gilt als klein, familienfreundlich und beliebt – inzwischen offenbar so beliebt, dass die Gemeinde reagiert.

Die Badi Grafstal lockt mit einem grossen Schwimmbecken, Strömungskanal, Sprudelbad, Rutschbahn und gepflegten Grünflächen. Dank der Nähe zum Bahnhof Kemptthal und zur Autobahn A1 ist das Freibad auch für Gäste aus der Region gut erreichbar. Laut Gemeinde hat die Beliebtheit in den vergangenen Jahren stark zugenommen.

So sehr, dass die Gemeinde nun reagiert hat: Seit dieser Saison zahlen auswärtige Badegäste deutlich mehr Eintritt als bisher. Damit will Lindau dem stark gestiegenen Besucheraufkommen begegnen. Das berichtet der «Tages-Anzeiger». Neu kostet der Eintritt für Auswärtige Fr. 9.50 statt wie bisher Fr. 6.50. Auch Einheimische bezahlen mehr: Für sie steigt der Preis von Fr. 6.50 auf Fr. 8.–. Die Gemeinde begründet die Anpassung mit den Kapazitätsgrenzen der kleinen Anlage.

Viele Gemeinden setzen auf Extra-Tarife für Auswärtige

Gemeindeschreiber Beat Schlatter erklärt, dass insbesondere die vielen auswärtigen Gäste zu einem deutlichen Besucheranstieg geführt hätten. Weil die Infrastruktur nicht nur über Eintrittspreise, sondern auch über Steuergelder finanziert werde, seien unterschiedliche Tarife gerechtfertigt.

Dass Auswärtige mehr bezahlen als Einheimische, ist in vielen Gemeinden bereits üblich – vor allem bei Hallenbädern. So gelten etwa in Bauma, Wil oder Frauenfeld unterschiedliche Eintrittspreise. Meist wird dies damit begründet, dass die Bäder durch lokale Steuergelder mitfinanziert werden.

Einige Gemeinden gehen noch weiter und beschränken den Zugang seit diesem Jahr auf maximal 1000 Personen, die sich gleichzeitig im Bad aufhalten dürfen. Dies, weil das Bad in der Vergangenheit immer wieder an seine Kapazitätsgrenze gelangt war. Allerdings wird in Rüti nicht zwischen Anwohnern und Auswärtigen unterschieden.

Kontrolle auf Vertrauensbasis

Doch wie will man in Gemeinden, wo diese Unterscheidung neu vorgenommen wird, genau kontrollieren, ob jemand aus dem Ort kommt oder nicht? In Lindau setzt man «nur» auf Vertrauen. Laut Beat Schlatter fragen die Mitarbeitenden an der Kasse lediglich nach dem Wohnort. Strenge Kontrollen gebe es nicht. Viele Gäste kenne man ohnehin persönlich.

Ganz anders handhabt es die Stadt Bern. Dort ist der Eintritt in die Freibäder – etwa ins bekannte Marzili – für alle kostenlos. Laut dem Berner Sportamt habe sich dieses Modell bewährt: Warteschlangen entfielen, mehrere Eingänge könnten ohne zusätzlichen Aufwand betrieben werden.

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