Badi Grafstal erhält ein Chromstahl-Kleid
Es ist ein klares Verdikt: Mit 82,1 Prozent bewilligt das Stimmvolk einen Kredit von 2,52 Millionen Franken zur Sanierung des Schwimmbads im Lindauer Ortsteil Grafstal.
Entsprechend gross ist die Erleichterung bei Sozialvorsteherin Esther Elmer (SP). «Dieses deutliche Ergebnis hat mich aufgrund der Höhe der Investition doch ein bisschen überrascht.» Die Gemeinderätin führt den hohen Ja-Anteil darauf zurück, dass die Badi ein beliebter Treffpunkt ist. Letztes Jahr haben über 23‘000 Personen die Badi besucht, im Hitzesommer 2018 waren es sogar über 30‘000.
Schäden offensichtlich
Ausserdem seien die Schäden und somit auch der Sanierungsbedarf schlichtweg offensichtlich gewesen, sagt Elmer. A n zahlreichen Stellen in den Wänden und im Boden lösen sich seit Jahren die Plättli. Die Schäden kommen jeweils ausserhalb der Badesaison zum Vorschein, wenn das Wasser im Bassin für die Reinigung abgelassen wird. Die Akutesten wurden jeweils verklebt und mit Zement ausgegossen.
Die Instandhaltung hat über die letzten Jahre immer wieder «erhebliche Kosten» verursacht, wie der Gemeinderat im Vorfeld des Urnengangs mitgeteilt hat.
Die Vorlage war nicht sonderlich umstritten. Sämtliche Ortsparteien hatten das Vorhaben unterstützt und auch die Rechnungsprüfungskommission hatte ihren Segen dazu gegeben.
Ein Facelifting für die Maggi-Badi
27.01.2020

Lindauer stimmen ab
Das Schwimmbad Grafstal gilt seit Längerem als sanierungsbedürftig. Am 9. Beitrag in Merkliste speichern Ursprünglich wurde das Schwimmbad Grafstal für Fabrikangestellte der Firma Maggi in Kemptthal erstellt. 2003 und 2004 wurde es saniert und umgebaut. Sprungtürme und ein Strömungskanal entstanden – beide aus Chromstahl.
Ausserdem wurden die Wasseraufbereitung, die Garderoben und die Umgebung des Restaurants erneuert. Die einzelnen Becken wurden mit Keramikplatten ausgekleidet. 2,8 Millionen Franken liess sich die Gemeinde das Projekt damals kosten. 2011 und 2012 folgte eine Kletterwand, Kioskküche und Holzunterstand wurden angepasst.
Beckentiefe wird angehoben
Der Gemeinderat plant eine umfassende Sanierung des Schwimmer- und Nichtschwimmerbeckens. Vorgesehen ist eine Beckenauskleidung aus Chromstahl. Dafür wird die Beckentiefe im Schwimmerbereich angehoben. Ziel ist es, dass das Becken im Minimum für die nächsten 45 Jahre hält.
Die Bauarbeiten beginnen nach Ablauf der Badisaison 2020 im September. Ziel ist es, dass die Sanierung im Mai 2021 abgeschlossen ist, wenn die neue Saison beginnt. Gemäss Gemeinderätin Elmer kann es sein, dass die Badisaison sich um ein bis zwei Wochen verzögert, je nachdem, wie die Witterung die Bauarbeiten beeinflussen.
