Gossau erhält einen Kühlschrank gegen Food-Waste
Madame Frigo
Die gelben Kühlschränke stehen schon in zahlreichen Gemeinden. Nun kann man auch in Gossau überschüssige Lebensmittel weitergeben.
Über 180 Kühlschränke von Madame Frigo stehen schon verteilt in der ganzen Schweiz. Einer der neuesten darunter ab Mai bei der katholischen Kirche in Gossau, wie die Gemeinde mitteilt. Sie hat das Projekt gemeinsam mit der Katholischen Kirche und Freiwilligen aus der Gemeinde lanciert. Letztere werden sich künftig auch um die Betreuung und die Reinigung des Kühlschranks kümmern.
Das Konzept ist überall dasselbe. In den typisch gelben und öffentlich zugänglichen Kühlschränken können Lebensmittel geteilt werden, für die man keine Verwendung mehr hat. Dazu zählen vor allem Obst, Gemüse oder Brot. Aber auch verschlossene Produkte, die das Verbrauchsdatum noch nicht erreicht haben, sind willkommen. Explizit ausgeschlossen sind Fleisch und Fisch oder Alkohol sowie bereits geöffnete Produkte.
Hinter den Madame-Frigo-Kühlschränken steht ein gemeinnütziger Verein, in der Region engagiert sich zudem der Verein Foodsharing Zürcher Oberland gegen Food-Waste. Die Vereine setzen sich gegen Lebensmittelverschwendung ein. 2,8 Millionen Tonnen unverbrauchter Lebensmittel landen gemäss aktuellen Zahlen jedes Jahr in der Schweiz im Abfall.
Schon zehn Standorte
Die Einweihung des Kühlschranks in Gossau findet am Samstag, 9. Mai, um 11 Uhr bei der katholischen Kirche an der Chapfstrasse 25 statt. Interessierte können sich zudem am Frühlingsmärt im Zentrum Büelgass am Stand der Gemeinde Gossau über das Madame-Frigo-Projekt informieren.
Das Madame-Frigo-Netzwerk wächst damit in der Region auf insgesamt zehn Standorte an. Weitere Kühlschränke befinden sich bei der katholischen Kirche in Effretikon, bei der Zwicky-Fabrik in Fällanden, auf dem Zeughausareal in Uster, beim Kafi Feld in Wetzikon, beim Gemeindeschopf in Hinwil, beim Zentrum Sunnegarte in Bubikon, beim Kirchgemeindehaus Nauen in Tann, beim Bibliotheksgebäude in Wald und beim Feuerwehrmuseum in Laupen.