Die Partnersuche: Warum sie für viele Landwirte schwierig ist
Wie lernen sich Bäuerinnen und Bauern kennen? Halten ihre Ehen? Und wie attraktiv ist ein «geschlossenes» Leben auf einem Hof überhaupt? Eine Suche nach Antworten.
Wussten Sie, dass Bauern im Schnitt 2,6 Traktoren besitzen, aber ein Viertel von ihnen keine Partnerin hat? Etwas zugespitzt und doch mit einer gehörigen Portion Ernsthaftigkeit hiess es im Volksmund: «Wenn Du Dir einen Bauern angelst, dann muss er immerhin reich sein.» Das Leben auf Höfen galt und gilt noch immer als entbehrungsreich und wenig attraktiv. Keine Ferien, kein Ausgang, dafür umso mehr Arbeit. Gemäss Agrarberichten der letzten Jahre arbeiten Landwirte durchschnittlich über 54 Stunden. In der Hochsaison mehr als 60 Stunden.
Eine junge Frau, die sich im letzten Jahrhundert für einen Bauern entschied und auf einem Hof niederliess, blieb dort meist bis zu ihrem Lebensende. Aber wie funktioniert das mit der Partnersuche in der Landwirtschaft heute? Und wo will man – mit einem Leben, das sich hauptsächlich auf einem Hof abspielt –, überhaupt eine Partnerin oder einen Partner finden?
Die Suche nach alleinstehenden Landwirten aus der Region, die ohne Scheuklappen über das Thema berichten, gestaltet sich schwierig. Vielen war es zu persönlich, über ihre Erfahrungen zu sprechen.

