Wie es Ukrainerinnen in der Region ergeht: «Wir leben in einem Provisorium»
Vier Jahre Krieg
Während sie hier Deutsch lernen, ihre Kinder grossziehen und jobben, leben ihre Angehörigen in der Ukraine in kalten Wohnungen, ohne Strom, unter Beschuss. Sicherheit hier – Angst dort.
Genau vor vier Jahren nahm der völkerrechtswidrige russische Angriffskrieg auf die Ukraine seinen Anfang. Trotz massiver Zerstörung, täglichen Luftangriffen und einer angespannten Lage an der Front hält die Ukraine stand. Auch der Westen bekräftigt seine Solidarität, spricht über Wiederaufbau, Hilfspakete und Verantwortung. Und doch fühlt es sich für viele Betroffene so an, als bewege sich wenig.
Vor zwei Jahren haben wir Frauen getroffen, die aus dem Kriegsgebiet in die Schweiz fliehen konnten. «Es war nie unser Wunsch, in ein anderes Land zu ziehen», sagten sie alle damals. Sie leben noch immer hier – in Effretikon und Rüti. Die Ukrainerinnen sind dankbar – und bezahlen dennoch einen Preis: Sie leben in einer neuen Kultur, passen sich an, lernen eine neue Sprache, während ihre Liebsten in der Ukraine zurückbleiben, dort frieren, nächtliche Drohnenangriffe erleben und ausharren müssen.

