Warum Klimaschutz in Gossau die Wasserrechnung belastet
Eine Schildbürgerei?
Zwei Gossauer investieren in eine Photovoltaikanlage – und müssen dafür Wassergebühren nachzahlen. Der sonderbare Fall zeigt, welch bunte Blüten der Föderalismus auf Gemeindeebene treiben kann.
In den letzten Jahren ist es auf den Dächern von Schweizer Einfamilienhäusern dunkler geworden. Der Grund dafür: Immer mehr Besitzerinnen und Besitzer lassen sich Photovoltaikanlagen installieren. Allein zwischen 2020 und 2024 sind gemäss Zahlen des Bunds 151'000 neue hinzugekommen.
Diese Zunahme ist politisch explizit gewünscht. In seiner angepassten Energieverordnung hat der Bundesrat jüngst das Ziel festgeschrieben, 2030 jährlich 18,7 Terrawattstunden Strom aus Solarenergie zu gewinnen – 2025 waren es geschätzt erst 8,2.
Seit letztem Jahr tragen auch Christoph Romer und Heinz Gachnang ihren Teil dazu bei. Die beiden Hauseigentümer leben Wand an Wand in einem 40-jährigen Doppeleinfamilienhaus in Gossau. Im letzten Jahr haben sie sich eine Photovoltaikanlage angeschafft, die sämtliche Dachflächen bedeckt.

