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Passiert sehr selten

Thurbo-Lokführer schickt 100 Passagiere raus aufs Perron

Weil ein Zug im Tösstal in einer verkürzt geführten Komposition fuhr, war er überfüllt. So mussten viele Fahrgäste die S 26 verlassen.

Anfang Woche verursachte ein verkürzt geführter Thurbo-Zug eine kleine Verspätung. (Symbolbild)

Foto: Noah Salvetti

Thurbo-Lokführer schickt 100 Passagiere raus aufs Perron

Weil ein Zug im Tösstal in einer verkürzt geführten Komposition fuhr, war er überfüllt. So mussten viele Fahrgäste die S 26 verlassen.

Es ist der Albtraum eines Pendler schlechthin. Am Dienstagmorgen musste eine S-Bahn von Rüti nach Winterthur ihre Fahrt unterbrechen. Der Grund: zu viele Passagiere an Bord.

Eigentlich wollte die S26 gerade den Bahnhof Grüze verlassen, kam jedoch noch am Perron wieder zum Stehen, wie der «Landbote» berichtete. Nach einigen Minuten meldete der Zugführer via Lautsprecher einen technischen Fehler.

Zu diesem Zeitpunkt war der Thurbo-Zug rappelvoll. Denn aufgrund eines Defekts war er verkürzt unterwegs. Nach fünf Minuten meldete sich der Lokführer erneut und forderte die Passagiere auf, den Zug «möglichst» zu verlassen. Die Begründung: Der Zug sei überladen. Als er wenig später auf die Möglichkeit hinwies, auf die S12 nach Zürich umzusteigen, stiegen rund 100 Passagiere «freiwillig» aus. Die S26 erreichte Winterthur schliesslich mit 15 Minuten Verspätung.

Überfüllung versus Verspätung

«Dass ein Zug wegen Überfüllung nicht weiterfahren kann, kommt sehr selten vor», erklärt Christian Baumgartner, Mediensprecher von Thurbo, gegenüber dem «Landboten». Der Entscheid, die Fahrt fortzusetzen, liege beim Lokführer. Dieser kontrolliere, ob alle Türen verriegelt seien, und prüfe dann, wie viele Personen an Bord seien. Denn ist der Zug zu schwer, drohen mit den Kompressoren der Luftfederungen auch die Fahrzeuge auszufallen.

Es gebe zwei Optionen, wenn Züge nicht in vorgesehener Länge fahren würden: Entweder würden sie verkürzt geführt, oder sie würden ausfallen. «Thurbo versucht, ihre Züge verkürzt zu fahren, damit die Reisekette der Kundinnen und Kunden nicht unterbrochen wird», sagt Baumgartner gegenüber dem «Landboten».

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