Gesellschaft

Naturphänomen

Polarlichter auch über dem Oberland zu sehen

Ein heftiger Sonnensturm wie es ihn seit 20 Jahren nicht mehr gab sorgte dafür, dass das seltene Naturspektakel am Nachthimmel zu sehen war. Vorausgesetzt, man konnte dem Nebel entfliehen.

Aufnahme der Polarlichter über Pfäffikon in der Nacht vom 19. auf den 20. Januar.

Leserbild: Arin Bieri

Polarlichter auch über dem Oberland zu sehen

Ein heftiger Sonnensturm, wie es ihn seit 20 Jahren nicht mehr gab, sorgte dafür, dass das seltene Naturspektakel am Nachthimmel zu beobachten war. Vorausgesetzt, man konnte dem Nebel entfliehen.

Rot oder grün tanzende Lichter über Pfäffikon: Der heftigste Sonnensturm seit 20 Jahren gemäss Angaben des Space Weather Prediction Center (SWPC) sorgte dafür, dass Nordlichter auch im Oberland am Himmel zu sehen waren.

Die Polarlichter verzauberten den Himmel über der ganzen Schweiz und waren vor allem ausserhalb der Nebelzonen zu sehen. Und während über Zürich dicker Hochnebel hing, gab es in Pfäffikon das eine oder andere Loch.

Polarlichter sind in den hiesigen Regionen selten. Sie treten – wie ihr Name besagt – hauptsächlich in den polaren Gebieten auf. Auf der Nordhalbkugel heissen sie Aurora borealis, auf der Südhalbkugel Aurora australis. Sie entstehen, wenn elektrisch geladene Teilchen des Sonnenwinds auf Sauerstoff- und Stickstoffatome in den oberen Schichten der Erdatmosphäre treffen und diese ionisieren.

Welche Farben die Polarlichter haben – Grün, Rot, Pink, Blau, Violett, Weiss oder Gelb –, hängt davon ab, in welcher Höhe der Atmosphäre die Teilchen auf Sauerstoff oder Stickstoff treffen. «Grüne Polarlichter entstehen in niedrigeren Schichten (zirka 100 Kilometer Höhe) und sind in den Polarregionen am häufigsten, während rote Polarlichter in höheren Schichten (ab etwa 200 Kilometern Höhe) leuchten», schreibt MeteoNews.

In der Schweiz sind grüne Polarlichter sehr selten, weil die Teilchen hier meist nicht genug Energie haben, die unteren Atmosphärenschichten anzuregen. Stattdessen sieht man bei klaren Nächten eher rote oder rötlich-rosa Lichter, die von besonders starken Sonnenstürmen erzeugt werden. Dies war bereits im Mai 2024 der Fall.

Genaue Vorhersagen zu Polarlichtern sind äusserst schwierig und nicht berechenbar. Gemäss aktuellen Prognosen kann das seltene Naturschauspiel aber auch in der kommenden Nacht über dem Nebel, also ab rund 700 bis 800 Metern, beobachtet werden.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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