Wo Übersetzer nicht allein sind: Zu Besuch im Übersetzerhaus Looren in Hinwil
Weltliteratur aus dem Oberland
Das Übersetzerhaus Looren ist seit 20 Jahren ein besonderer Rückzugsort für Übersetzerinnen und Übersetzer aus aller Welt. Zwei Literaturschaffende aus Georgien und der Ukraine über den Reiz des Hauses.
Es ist wie eine Wohngemeinschaft für Übersetzerinnen und Übersetzer: das Übersetzerhaus Looren etwas oberhalb von Hinwil. Seit 2005 ermöglicht das Haus, das von einer gemeinnützigen Stiftung getragen wird, Übersetzern aus aller Welt Arbeitsaufenthalte im Zürcher Oberland.
Maja Badridse kennt die Institution sehr gut. Sie war vor rund 20 Jahren die erste Gästin in der neu gegründeten Einrichtung. In diesem Winter kam die Georgierin bereits zum vierten Mal ins Zürcher Oberland, um dieses Mal an der Übersetzung des Buchs «Schwindel. Gefühle.» des bekannten deutschen Autors W. G. Sebald zu arbeiten.
«Dieser Ort hat eine wunderbare Atmosphäre», sagt Badridse. Sie sei oft so sehr in Texte vertieft, dass ein gelegentlicher Tapetenwechsel sehr guttue. Und er sorge für die nötige Distanz.

