Der geplante Bikepark ist eine «echte Erfolgsgeschichte» für Pfäffikon
Baustart im Frühling
Seit einer Woche ist klar: Die Baubewilligung für den neuen Bikepark in Pfäffikon wurde erteilt. Vereinspräsident Roger Hartmeier freut sich fast noch mehr über die Rückmeldungen aus der Bevölkerung.
«Wir sind definitiv entspannt ins neue Jahr gestartet», sagt Roger Hartmeier, Präsident des Vereins Bikepark Pfäffikon. Nachdem der Kanton zunächst Vorbehalte angemeldet und zusätzliche Abklärungen verlangt hatte, kam kurz vor Weihnachten und damit schneller als befürchtet die ersehnte Baubewilligung für den neuen Bikepark.
Im letzten Frühling hatte der Verein einen Hindernisbrief erhalten. Danach kam es zu einem Augenschein mit dem Kantons- und dem Regionalförster vor Ort. «Wir haben uns gemeinsam das Gelände angeschaut und unser Anliegen noch einmal vorgebracht», erzählt Hartmeier.

Das Projekt des neuen Bikeparks hatte schon zu Beginn viele Unterstützer. Im Februar 2025 startete die Spendensammlung für die nötigen 130’000 Franken, innert dreier Monate kam die Hälfte zusammen, mittlerweile sind bereits über 85’000 Franken und damit rund zwei Drittel der Kosten gedeckt. «Beim Kanton haben sie gemerkt, dass das Projekt breit abgestützt und der Bedarf da ist», sagt Hartmeier. «Alle Vorgaben werden eingehalten.»
Der Bikepark mit seinen drei Trails in verschiedenen Schwierigkeitsstufen wurde von einer professionellen Firma geplant, die auch den Bau übernehmen wird. Dieser wird einen Monat bis eineinhalb Monate dauern. «Je nach Wetterverhältnissen», sagt Hartmeier. «Je nasser der Boden ist, desto länger dauert die Bauzeit.» Der Baustart ist für Frühling 2026 vorgesehen – sofern die restliche Finanzierung gesichert ist.
«Meter-Götti» oder «Bike-Buddy»
Die Gemeinde Pfäffikon stellt das Land zur Verfügung, aber die Finanzierung erfolgt vollständig aus Vereinsmitteln. Das bisher gesammelte Geld kam ohne grosse Werbetrommel zusammen – im Gegenteil: «Wir mussten die richtig grossen Sponsoren sogar etwas vertrösten, weil wir erst die Baubewilligung abwarten wollten. Aber jetzt geben wir Gas.» Zu den wichtigsten Unterstützern gehört unter anderem die Raiffeisenbank Zürcher Oberland.
Auf der Website des Vereins sind mittlerweile verschiedene Packages aufgetaucht, mit denen man bei der Finanzierung des Bikeparks einen Anteil leisten kann. Als «Meter-Götti» ist man mit 200 Franken dabei, als «Bike-Buddy» mit 300 Franken, und als «Park-Legende» zahlt man 1000 Franken. Die Sponsorinnen und Sponsoren sind auf der Vereinswebsite namentlich aufgeführt.
«Das Ganze ist eine echte Erfolgsgeschichte. Gleichzeitig sind wir auch froh um weitere Mitglieder im Verein», sagt Hartmeier. Deren Vereinsbeiträge werden in Zukunft den Unterhalt des Bikeparks sicherstellen. Die Schwelle von 100 Mitgliedern wurde vor Kurzem geknackt.
Diese stammen nicht nur aus Pfäffikon, sondern aus allen umliegenden Gemeinden und sogar aus ausserkantonalen Regionen wie etwa Glarus oder Zug. Dass dem Bikepark sein Erfolg zum Verhängnis werden könnte, befürchtet Roger Hartmeier allerdings nicht. «Man kann nicht mehrere Kilometer fahren, sondern nur knapp 700 Meter», sagt der Vereinspräsident. «Damit ist der Park eher ein Übungshang – ideal, um Technik zu üben oder ein paar Runden nach der Schule zu drehen. Doch ein ganzes Tagesprogramm.»