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Immer weniger Babys

Amira, Lian und Elin: Das war das Oberländer Babyjahr 2025

Die beliebtesten Babynamen und die geburtenreichsten Monate – so sah das Babyjahr 2025 im Oberland aus. Deutlich ist: Es kommen immer weniger im Oberland zur Welt.

Sian ging nicht mehr in die Statistik von 2025 ein: Der 3710 Gramm schwere und 51 cm grosse Junge wurde am 2. Januar um 23.37 Uhr im Spital Uster geboren.

Foto: Spital Uster

Amira, Lian und Elin: Das war das Oberländer Babyjahr 2025

Die beliebtesten Babynamen und die geburtenreichsten Monate – so sah das Babyjahr 2025 im Oberland aus. Deutlich ist: Es kommen immer weniger im Oberland zur Welt.

Samuel, Elin oder doch lieber Aurel? Die Suche nach dem perfekten Namen beschäftigte auch im vergangenen Jahr wieder Hunderte Eltern. 1229 Babys erblickten 2025 das Licht der Welt im Spital Uster, im GZO sowie im Geburtshaus Zürcher Oberland in Bäretswil. Doch welcher Name machte denn nun das Rennen?

Uster bleibt sich mit Lian treu und schenkt dem kurzen Bubennamen im zweiten Jahr in Folge einen Platz auf dem Siegerpodest. Die «L»-Namen waren bereits 2024 nicht nur in Uster, sondern auch im Geburtshaus Zürcher Oberland in Bäretswil äusserst beliebt – damals führten Lina, Lia, Leo, Leon, Levi und Levin die Liste an. Mit Leandro und Laura war 2024 das «L» auch in Wetzikon ein wahrer Liebling.

Dieser Trend scheint im Oberland aber langsam abzuflachen.

Das «E» und «A» sind auf dem Vormarsch

Vor allem in Bäretswil ist 2025 eine klare Tendenz erkennbar. «Besonders beliebt waren die Namen Elia, Elias, Elion, Ellin, Elina und Elio – insgesamt elf Babys tragen eine dieser Varianten. Ebenfalls häufig gewählt wurden die Namen Aurelia, Aurelian, Aurélie und Aurel», schreibt Sue Barratt, Hebamme und Mitglied der Geschäftsleitung auf Nachfrage.

In Uster führen Lian, Amira und Samuel die Liste der meistgewählten Nachwuchsnamen an. In Wetzikon waren es Elin und Nael – jeweils fünfmal wurden die beiden Namen vergeben.

Ob darunter auch gleich ein Zwillingspärchen war? Bekannt ist, dass es 2025 in Wetzikon zweimal zu einer Zwillingsgeburt kam, in Uster gleich achtmal.

Insgesamt wurden im Oberland 2025 eindeutig mehr Jungen als Mädchen geboren: In Bäretswil waren es 70 Jungen und 53 Mädchen, in Wetzikon 269 Jungen und 234 Mädchen. Auch in Uster kamen etwas mehr kleine Buben als Mädchen zur Welt.

Gemäss Bundesamt für Statistik zeigt sich dieser Trend seit einigen Jahren. Sowohl 2022 als auch 2023 und 2024 erblickten in der Schweiz mehr Jungs als Mädchen das Licht der Welt. Kein Wunder also, dass auch das erste Oberländer Neujahrsbaby 2026 ein Bub wurde.

Mehr Babys im Sommer und Herbst

Leonardo Carlo Vincenzo wurde am 1. Januar 2026 um 13.38 Uhr geboren. In Uster wartete man derweil gebannt auf den ersten Nachwuchs. Sian liess sich gehörig Zeit und kam letztlich fast 48 Stunden nach dem Jahresanbruch, am 2. Januar um 23.37 Uhr, zur Welt.

Die Tendenz zeigt jedoch, dass je älter das Jahr wird, auch mehr Geburten anstehen: So schreibt das Spital Uster, im April sei es mit 41 Geburten relativ ruhig gewesen, während der Oktober mit 63 Babys der geburtenstärkste Monat gewesen sei. Wetzikon liegt mit den meisten Geburten im Juli, 56 an der Zahl, im Mittelfeld.

Doch diese Zahlen dürften weiterhin rückläufig sein. Denn der Trend zeigt, dass schweizweit immer weniger Babys geboren werden, wie das Bundesamt für Statistik schreibt. Während es 2022 noch über 82’000 waren, kamen 2023 noch knapp über 80’000 Babys zur Welt. 2024 wurden «nur noch» 78’256 Babys in der Schweiz geboren. Eine Tendenz, die sich auch im Oberland zeigt.

Geburten sind weiterhin rückläufig

2023 kamen im Spital Uster 739 Kinder zur Welt, 2025 waren es noch 603. Das entspricht einem Rückgang von 4 Prozent von 2024 auf 2025 sowie einem gesamten Rückgang von 18,4 Prozent in den vergangenen zwei Jahren.

Auch in Wetzikon setzt sich der Trend von weniger Geburten fort. Während es 2023 noch 679 waren, kamen 2024 nur 540 Babys im GZO zur Welt. 2025 wurden 503 Kinder geboren. Das entspricht einem Rücklauf von 6,9 Prozent zum Vorjahr und etwas mehr als ein Viertel innerhalb zweier Jahre.

Im Geburtshaus Zürcher Oberland in Bäretswil fanden im Jahr 2023 noch 193 Geburten statt, 2024 waren es 160 und 2025 nur noch 123. Damit sanken die Geburtenzahlen von 2024 auf 2025 um 23,1 Prozent und in zwei Jahren seit 2023 um über 36 Prozent.

Das Phänomen der sinkenden Geburtenraten betreffe ganz Europa, die Gründe dafür seien nicht eindeutig, schreibt Sue Barratt weiter.

Ab 2027 wird das Geburtshaus nicht mehr am aktuellen Standort betrieben und nach Uster umsiedeln. «Wir bieten weiterhin eine individuelle Begleitung während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett an und möchten damit auch in Zukunft die Familien aus der Region hier im Geburtshaus begrüssen», so Barrat.

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